VP-Riha: Stadt Wien schuldet hunderten Kindern einen Betreuungsplatz

Oxonitsch verschweigt Zahlen der Wartelisten auf vorschulischen Betreuungsplatz

Wien (VP-Klub) - "Der September naht und unzählige Kinder in Wien haben noch immer keinen Betreuungsplatz. Doch anstatt endlich den realen Bedarf zu erheben, wiederholt der zuständige SP-Stadtrat Oxonitsch beinahe täglich, dass die Stadt Wien bis Ende des Jahres rund 2.200 Plätze errichtet. Tatsache ist aber, dass in Wien noch mehr als 10.000 Kinderbetreuungsplätze fehlen", betont heute ÖVP Wien Gemeinderätin Monika Riha.

Bezeichnend in diesem Zusammenhang sei insbesondere, dass die Stadt die Zahlen der Wartelisten auf einen Kinderbetreuungsplatz nicht offenlege. Eine entsprechende Anfrage der ÖVP blieb, sieht man von Allgemeinplätzen ab, unbeantwortet. Die ÖVP fordert eine rasche Offenlegung der Wartelisten. "Jeder Elternteil hat das Recht zu erfahren, wie hoch die Chancen, einen Betreuungsplatz zu erhalten, derzeit tatsächlich sind. Uns erreichen täglich Anfragen von besorgten Eltern aus allen Bezirken, die nicht wissen, wohin mit ihrem Kind im Herbst. Sie alle fühlen sich von der Stadt allein gelassen", so Riha weiter.

Berufstätigkeit vieler Eltern von Stadt nicht anerkannt

Zudem scheine die Bevorzugung bei der Platzvergabe für berufstätige Eltern und somit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie - entgegen den Aussagen von Stadtrat Oxonitsch - für viele berufstätige Eltern in Wien nicht zu gelten. "Zahlreiche - vor allem selbstständige und freiberufliche - Eltern beklagen, dass ihre Berufstätigkeit als solche nicht anerkannt wurde. Ein selbstständiges, unabhängiges und selbstbestimmtes Arbeiten zählt in Wien scheinbar weniger", kritisiert Riha.

Entwicklungsplan und Rechtsanspruch auf Kindergartenplatz gefordert

Abschließend appelliert die VP-Gemeinderätin noch einmal an die Stadt Wien, einen umfassenden Entwicklungsplan für das vorschulische Bildungs- und Betreuungswesen zu erstellen: "Beim Bedarf ist es nicht fünf vor zwölf, es ist bereits zwölf. Wir brauchen endlich einen umfassenden Entwicklungsplan für den Ausbau. Ziel muss sein, bis spätestens 2013 ein bedarfsgerechtes Angebot an Kindergarten- und Kinderkrippenplätzen zu schaffen. Außerdem muss es einen landesgesetzlichen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz geben. Das müssen uns unsere Kinder und deren Eltern einfach wert sein!"

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