Einsatzreiche Tage für die ÖAMTC-Flugrettung aufgrund der Hitze

Temperaturen über 30 Grad machen dem Körper zu schaffen

Wien (OTS) - Die hohen Temperaturen machen vielen Menschen zu schaffen. "Sie fühlen sich müde und abgespannt", weiß Klaus Legner, leitender ÖAMTC-Notarzt des Christophorus 9 in Wien. "Bei manchen Menschen kann Hitze aber auch zu gesundheitlichen Belastungen führen." Insbesondere Kleinkinder, Senioren und chronisch kranke Menschen sind bei Temperaturen jenseits der 30 Grad einem erhöhten Risiko ausgesetzt. So waren die Christophorus-Notarzthubschrauber in den vergangenen Tagen wieder verstärkt für Hitzeopfer unterwegs. Alleine im Zeitraum von Sonntag bis Dienstag wurden durchschnittlich neun Einsätze pro Tag mehr nach internistischen Notfällen geflogen, als an normalen Tagen.

Auch bei großer Hitze muss der menschliche Körper seine Temperatur konstant halten. Dafür muss er Wärme abgeben. Das passiert durch Schwitzen. "Durch die Verdunstung des Schweißes auf der Körperoberfläche entsteht ein Kühleffekt", erklärt Legner. "Bei sehr hohen Temperaturen kann das menschliche Kühlsystem aber auch versagen. Im Extremfall führt das zu einem Hitzeschlag mit Kreislaufkollaps." Aber auch der hitzebedingte Flüssigkeitsverlust kann dem menschlichen Organismus zu schaffen machen. "An normalen Tagen verliert der Mensch durchschnittlich zwei Liter Wasser. An heißen Tagen können daraus schnell fünf Liter werden", sagt der ÖAMTC-Notarzt.

Trinken ist das oberste Gebot an heißen Tagen

Das Wichtigste bei großer Hitze ist daher vor allem trinken. "Die richtigen Getränke, wie zum Beispiel Wasser, Tee und ungesüßte Fruchtsäfte helfen dem Körper, die Hitze zu überstehen", rät der ÖAMTC-Notarzt. "Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee sollten jedoch vermieden werden, weil sie dem Körper langfristig noch mehr Flüssigkeit entziehen." Auch Obst und Gemüse sind ideale Flüssigkeitsspender, die den Körper nicht zusätzlich belasten. Richtiges Essen und ausreichend Trinken halten den Kreislauf stabil und ersetzen den Flüssigkeits- und den Mineralstoffverlust.

Zudem sollte man versuchen, anstrengende Tätigkeiten zu vermeiden. Bei großer Hitze belastet Sport den ohnehin bereits strapazierten Kreislauf noch zusätzlich und sollte daher nur mit Bedacht betrieben werden. Deshalb empfiehlt der ÖAMTC-Notarzt Sportlern bei hohen Temperaturen ihre Aktivitäten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. "Während der größten Hitze rund um die Mittagszeit sollte man sich, wenn möglich, an schattigen, kühlen Orten aufhalten."

Auch die richtige Kleidung kann helfen, die Hitze erträglich zu machen. "Die Luft sollte durch Hemden und die Hosen zirkulieren können", sagt der ÖAMTC-Notarzt. "Denn so kühlt sich der Körper ab." Auch eine Kopfbedeckung, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine Sonnenbrille sollten im Sommer immer dabei sein. Besondere Vorsicht ist vor allem bei Kleinkindern geboten. "Diese sollten unbedingt vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden", rät Legner abschließend.

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