WKÖ-Hochhauser: EU-Visafreiheit für Mazedonien, Montenegro und Serbien verleiht Wirtschaft wichtige Impulse

Reiseerleichterungen helfen Geschäftspartnern österreichischer Unternehmen am Balkan und nützten dem Tourismus - nun rascher Beschluss der EU-Innenminister gefordert

Wien (PWK554) - Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) begrüßt die von der EU-Kommission vorgeschlagene Abschaffung der Visapflicht für Bürger aus Mazedonien, Montenegro und Serbien und spricht sich für eine rasche Ausweitung auf weitere Länder des Balkans aus. "Das Ende der Visumspflicht verleiht der österreichischen Wirtschaft, die am Westbalkan gut verankert ist und zu den Top-Investoren zählt, wichtige Impulse - und das in einer Zeit, die ohnehin schwierig genug ist", betont WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser.

Nicht nur für Private, sondern auch für Geschäftsreisende ist die Erlangung eines Visums derzeit mit einem erheblichen bürokratischen Aufwand - und auch finanziellen Kosten - verbunden. Lange Wartezeiten sind keine Seltenheit. Noch komplizierter wird es, wenn es keine österreichische Botschaft vor Ort gibt. Hochhauser: "Fällt die Visumspflicht und der damit verbundene organisatorische Aufwand, macht das nicht nur die Reisen ausländischer Geschäftspartner nach Österreich einfacher. Auch der Tourismus wird definitiv profitieren." Zugleich weist Hochhauser darauf hin, dass mit der Visumsfreiheit weder eine Aufenthaltsberechtigung noch ein Niederlassungsrecht verbunden sei.

Nun sei es wichtig, dass der Vorschlag der Brüsseler Kommission von den EU-Innenministern, die hier das letzte Wort haben, rasch abgesegnet wird. "Die EU hat sich nicht zuletzt auf Initiative Österreichs dazu bekannt, engere Beziehungen zu den Ländern des Donauraums und der Schwarzmeerregion aufzubauen. Da ist es nur konsequent, wenn es für die Wirtschaft, die ja schon in Mittel- und Osteuropa - noch vor der Politik - die Funktion eines Brückenbauers inne hatte, zu Erleichterungen kommt."

Unter den genannten Ländern ist Serbien der mit Abstand wichtigste Handelspartner: 2008 exportierten österreichische Unternehmen Waren im Gegenwert von 576,8 Millionen Euro (+7,6 % gegenüber 2007) dorthin. Sowohl in Serbien als auch in Mazedonien und Montenegro besteht enormer Nachholbedarf, etwa im Bereich Infrastruktur sowie beim Ausbau der Verkehrswege. (SR)

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