VEÖ präsentiert Muster-Stromrechnung

Österreichs Stromkunden durch hohe Steuern und Abgaben belastet

Wien (OTS) - Übersichtlichkeit, klare Erläuterungen und transparente Information der Kunden kennzeichnen den Musterentwurf für die neue Stromrechnung der österreichischen E-Wirtschaft, den der Präsident des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs, (VEÖ), Wolfgang Anzengruber präsentierte. "Die neue Rechnung genügt nicht nur allen gesetzlichen Vorgaben, sondern bietet gleichzeitig ein Optimum an Übersichtlichkeit und Vergleichsmöglichkeiten", erklärte Anzengruber.

Alle Mitglieder des VEÖ haben sich bereit erklärt, ihre Rechnungen an diesem Muster zu orientieren, das mit namhaften Juristen erarbeitet und auf Gesetzeskonformität überprüft wurde. Die neue Rechnung umfasst insgesamt drei Seiten, ein Deckblatt, eine Seite, die die verwendeten Begriffe einheitlich für die gesamte E-Wirtschaft erklärt und jeweils eine Seite mit den Rechnungsdetails. Bei der Erstellung wurde insbesondere darauf geachtet, Fachbegriffe und "Juristendeutsch" zu vermeiden. Die Kunden können in Zukunft auf einen Blick erkennen, wie viel sie für ihre Energie insgesamt zahlen, wie hoch ihre Teilbeträge sind, wie die Rechnung zustande kommt, wie viel ihre Energie zu welchem Zeitpunkt kostet, sowie welchen Anteil der Staat von ihrer Energierechnung kassiert. Anzengruber: "Weil die gesamte E-Wirtschaft sich zu diesem Modell bekannt hat, wird es zudem eine sehr einfache Vergleichsmöglichkeit zwischen Angeboten geben. Eine getrennte Rechnungslegung für Netz und Energie würde dagegen nur mehr Verwirrung stiften."

Hohe Belastung der Stromkunden durch Steuern und Abgaben

Sehr deutlich wird durch die neue Rechnung auch die hohe Belastung von Strom durch Steuern und Abgaben. Derzeit liegt Österreich beim Strompreisvergleich der EU 15 - unseren Haupt-Handelspartnern - ohne Steuern und Abgaben auf Rang neun mit 12,68 Cent pro kWh. Inklusive Steuern und Abgaben beträgt der Gesamtpreis pro Kilowattstunde 17,72 Cent für Haushaltskunden mit einem Verbrauch von 2500 und 5000 kWh, und das ist Rang vier. Der Grund: Österreich weist europaweit die vierthöchsten Steuern und Abgaben auf, nach Dänemark, Deutschland und Schweden. Bei den Industriestrompreisen sowie bei Preisen für KMUs rangiert Österreich auf Rang sieben. Anzengruber: "Österreichs E-Wirtschaft bietet wettbewerbsfähige und marktgerechte Preise, das zeigen alle Statistiken der EU. Der Preistreiber sind die hohen Abgaben und Steuern."

Stromverbrauch durch Wirtschaftskrise deutlich gesunken

Der deutliche Konjunkturabschwung seit Ende 2008 wirkt sich auch auf den Stromabsatz aus, denn auf die Industrie entfallen fast 50 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Der Monat mit dem bisher stärksten Absatzrückgang gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres war der April mit minus 9,6 Prozent im öffentlichen Netz und minus 10,4 Prozent in der gesamten Stromversorgung. Temperaturbereinigt betrug der Rückgang im April noch immer 7,2 Prozent. Anzengruber:
"Der schwache Auftragseingang der Industrie lässt zudem erwarten, dass sich die Situation so schnell nicht ändern wird. Wir wollen dennoch an unserem Investitionsprogramm festhalten, denn wenn der Aufschwung wieder einsetzt, werden wir jede zusätzliche Kilowattstunde brauchen."

Ein Ansichtsexemplar der neuen Stromrechnung im pdf-Format steht auf der Homepage des VEÖ zum Download zur Verfügung.

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