Neue Daten vom ICAD: Bedarf nach neuen Therapieoptionen

Alzheimer-Patienten leiden häufiger unter schweren Begleiterkrankungen - Pflegepersonen stark belastet

Wien (OTS) - Aktuelle Studien präsentiert von den forschenden Arzneimittelunternehmen Wyeth und Elan zeigen, wie vielschichtig die Belastung durch die Alzheimer-Krankheit ist: Alzheimer-Patienten leiden häufiger unter weiteren schweren Erkrankungen als Patienten ohne Alzheimer. Auch die Pflegepersonen sind von der Erkrankung ihrer Patienten betroffen: Wer einen Alzheimer-Patienten pflegt, hat eine schlechtere Lebensqualität als die allgemeine Bevölkerung. Wyeth und Elan, die zusammen immuntherapeutische Ansätze gegen die Alzheimer-Demenz entwickeln, präsentierten die neuen Daten anlässlich der International Conference on Alzheimer's Disease (ICAD) in Wien. Die Erkenntnisse untermauern die Notwendigkeit zur Erforschung neuer Therapieoptionen und zeigen bisher wenig berücksichtigte Aspekte der Alzheimer-Erkrankung auf.

"Vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung ist Alzheimer die große Herausforderung für das Gesundheitswesen und eine zunehmende Belastung für Patienten und Pflegepersonen ", so Dr. Martin Weissmann, Medizinischer Direktor, Wyeth Pharma. "In den präsentierten Studien wurden die Auswirkungen der Alzheimer-Demenz auf die Gesundheitskosten sowie auf die Gesundheit und die Lebensqualität von Patienten und Pflegepersonen untersucht."

Alzheimer verschlechtert Lebensqualität der Pflegepersonen

Erstmalig hat eine Studie die Abhängigkeit von Alzheimer-Patienten von ihren Pflegepersonen sowie die Auswirkungen des fortschreitenden Schweregrads der Alzheimer-Demenz auf Familienmitglieder oder andere Pflegepersonen dokumentiert.(1) Pflegepersonen berichteten eine höhere Alltagsbelastung, weniger Unterstützung durch Familienmitglieder und einen größeren Pflegeaufwand bei höherer Abhängigkeit der Alzheimerpatienten. Dies führt dazu, dass Pflegepersonen eine schlechtere Lebensqualität als die allgemeine Bevölkerung haben.

Alzheimer-Patienten leiden häufiger unter schweren Begleiterkrankungen

Zudem weisen Alzheimer-Patienten im Vergleich zu Patienten, die nicht an Alzheimer-Demenz leiden, eine höhere Prävalenz bestimmter schwerer Erkrankungen auf. (2) Daten von über 33 Millionen Personen zeigen, dass Alzheimer-Patienten beinahe viermal so häufig unter Depressionen leiden, sich dreimal so häufig eine Hüftfraktur zuziehen und zweimal so häufig an einer Lungenentzündung erkranken. Diese Erkrankungen alleine stellen eine enorme Belastung für Patienten und ihre Angehörigen dar, in Kombination mit der Alzheimer-Demenz bedeuten sie ein höheres Sterberisiko für den Patienten und erhebliche Kosten für das Gesundheitssystem.

Kosten steigen mit fortschreitender Erkrankung exponentiell an

Zwischen den Kosten und dem Grad der Abhängigkeit bei einem Alzheimer-Patienten besteht ein exponentieller Zusammenhang, so dass die Kosten bei zunehmender Abhängigkeit erheblich steigen. (3) Der Grad der Abhängigkeit ist ein Indikator zur Bestimmung der Höhe des jeweiligen Pflegeaufwands und der damit verbundenen Kosten. Die Bewertung dieses Parameters kann in einer gesundheitsökonomischen Bewertung von neuen Therapien für Alzheimerpatienten wichtige Rückschlüsse auf deren Wirtschaftlichkeit liefern. "Da derzeit keine Therapien zur Verfügung stehen, die das Fortschreiten der Alzheimer-Demenz aufhalten oder umkehren können, unterstreichen die steigenden Pflege- und Kostenbelastungen, wie notwendig die Forschung nach neuen Therapieoptionen ist, die die Erkrankung aufhalten oder gar nicht erst entstehen lassen ", betont Dr. Weissmann.

Über die Zusammenarbeit von Elan und Wyeth

Elan und Wyeth arbeiten im Rahmen des Alzheimer's Immunotherapy Program (AIP) zusammen, um immuntherapeutische Ansätze zu erforschen, die die Alzheimer-Krankheit behandeln und möglicherweise ihr Auftreten verhindern können. Das AIP widmet sich der Untersuchung der Pflege- und Kostenbelastung der Alzheimerkrankheit sowie der Entwicklung von entsprechenden Tools. Im Rahmen des AIP werden derzeit außerdem in Europa und den USA Teilnehmer für eine klinische Studie über den Medikamentenkandidat Bapineuzumab rekrutiert.

Zum Unternehmen Wyeth

Wyeth ist weltweit eines der größten forschenden Arzneimittel- und Gesundheitsvorsorgeunternehmen, in dem über 50.000 Mitarbeiter beschäftigt sind (Sitz in Madison/USA). Der deutsche Sitz des Unternehmens ist die Wyeth Pharma GmbH in Münster/Westfalen (rund 600 Mitarbeiter). Der Schwerpunkt von Wyeth liegt auf der Forschung und Entwicklung von innovativen, verschreibungspflichtigen Präparaten, wofür jährlich rund drei Milliarden US-Dollar investiert werden.

Weitere Unternehmensinformationen sind im Internet unter www.wyeth.de abrufbar.

Zum Unternehmen Elan

Elan Corporation, plc ist ein auf Neurowissenschaften spezialisiertes Biotechnologie-Unternehmen. Mit Hilfe wissenschaftlicher Innovationen entwickelt Elan Lösungen zur Behebung von weltweit ungelösten bedeutsamen medizinischen Problemstellungen. Elan ist an den Börsen in New York, London und Dublin notiert.

Weitere Informationen über das Unternehmen sind im Internet unter www.elan.com abrufbar.

(1)Lacey, L. et al. Relationship between Patient Dependence and Caregiver Burden in Alzheimer's Disease. Poster presented at ICAD 2009. Vienna.

(2) Baker, L. et al. Hip Fractures and Other Co-Morbidities In AD Patients And A Matched Cohort. Poster presented at ICAD 2009. Vienna.

(3) Murmann, D. et al. Predicting Costs of Care for Unique Dependence Levels in Patients with AD. Poster presented at ICAD 2009. Vienna.

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Mag. Michael Oberreiter, MAS, MSc
Public Affairs Manager
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oberrem@wyeth.com

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