Wiener Marktamt überprüft Qualität von Sonnenschutzmitteln

Wien (OTS) - Sonnenschutzmittel gelten als kosmetische Mittel und werden in Österreich zum Teil im Lebensmittelrecht geregelt. Somit ist in Wien für die Kontrolle der Produkte die Lebensmittelaufsicht (MA 59, Wiener Marktamt) zuständig.****

Häufige Fragen der KonsumentInnen betreffen die Schutzwirkung einzelner Produkte. Der Lichtschutzfaktor ist eine Maßeinheit für die Wirksamkeit gegenüber der UVB-Strahlung, die für die Entstehung von Sonnenbränden hauptverantwortlich ist. Mittlerweile gilt aber als erwiesen, dass auch die UVA-Strahlung für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich ist. Für den Schutz vor UVA-Strahlung sind auf handelsüblichen Sonnenschutzmitteln keine Angaben zu finden, allerdings muss der Mindestschutz zumindest ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors betragen.

Laut Wiener Marktamt sind nicht angebrochene Sonnenschutzmittel normalerweise länger als 30 Monate haltbar, die Aufbrauchsfrist ist normalerweise mit einem geöffnetem Cremetiegel und einer darin befindlichen Monatsangabe angegeben. Sollte ein Produkt bereits im Vorjahr geöffnet worden sein und das Produkt nach Öffnung lediglich 6 Monate haltbar sein, kann nicht von einer schützenden Verwendung ausgegangen werden. Unangenehme Gerüche oder eine veränderte Konsistenz können auf verdorbene Produkte hinweisen.

Die MitarbeiterInnen des Wiener Marktamtes entnehmen in Geschäften Proben von Sonnenschutzmitteln und schicken sie an ein Untersuchungslabor. Im Jahr 2008 wurden ca. 150 Kosmetikproben an das Untersuchungslabor übermittelt, etwa 50 Proben wurden vorwiegend wegen Übertretung der Kosmetikkennzeichnung beanstandet, jedoch wurden ebenso irreführende Angaben zu den Produkten festgestellt. Wenn etwa angegeben wird, dass ein Sonnenschutzmittel gegen Krebs vorbeugend eingesetzt werden kann, so ist diese Angabe als "irreführend" zu beanstanden. Als Konsequenz bei solchen Übertretungen kommt es zu einem Verwaltungsstrafverfahren. Im Fall von Gesundheitsschädlichkeit wird ein Gerichtsverfahren eingeleitet. Als gesundheitsschädlich werden Sonnenschutzmittel dann beurteilt, wenn z.B. keine UV-Filter enthalten sind. "Wir führen jedenfalls kontinuierlich auch in diesem Bereich strenge Kontrollen durch, denn die Sicherheit der KonsumentInnen hat absolute Priorität," unterstreich die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger.

In Wien gibt es circa 70 KosmetikherstellerInnen, -importeurInnen bzw. GroßhändlerInnen. Das Wiener Marktamt beschäftigt zehn speziell ausgebildete MitarbeiterInnen, um KonsumentInnen vor unliebsamen Überraschungen zu schützen.

Weitere Fragen beantwortet das Wiener Marktamt unter der Hotline 4000/8059. (Schluss) gph

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