Ein in der Phase-III-Medikament gegen Alzheimer-Krankheit erhöht die Beta-Amyloid-Konzentrationen im Gehirn -- und bietet dennoch Vorteile

Wien (ots/PRNewswire) - - Immuntherapie setzt an den Tau-Protein-Knäulen bei Alzheimer-Krankheit an -

- Leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI) wird häufiger von Ärzten diagnostiziert und behandelt -

Zu den bei potenziellen Therapien, die an zwei pathologischen Proteinen (Beta-Amyloid und phosphoryliertes Tau-Protein) ansetzen, erzielten Fortschritten gehören neue Einsichten in die möglichen Wirkmechanismen eines in der Entwicklungsphase III befindlichen Medikaments gegen die Alzheimer-Krankheit. Die entsprechenden Forschungsergebnisse wurden heute auf der 2009 International Conference on Alzheimer's Disease (ICAD 2009) der Alzheimer's Association in Wien vorgestellt.

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Weiterhin wurde von Wissenschaftlern berichtet, was klinisch tätige Ärzte über die leichte kognitive Beeinträchtigung (mild cognitive impairment - MCI) denken und wie sie diese behandeln. Die MCI ist eine in der Forschung verwendete Kategorie, mit der ein zwischen normalem Altern und der Alzheimer-Krankheit angesiedelter Zustand erfasst wird. Das MCI-Konzept findet jetzt breite Anwendung in der klinischen Praxis.

"Weltweit leiden heute über 26 Millionen Menschen an Alzheimer-Krankheit und Demenz. Die mit der Versorgung der jetzt und in den nächsten Jahren von der Krankheit betroffenen Menschen einhergehenden Kosten werden weltweit zum Bankrott der Gesundheitssysteme führen", so Dr. Ralph Nixon, PhD, stellvertretender Vorsitzender des medizinischen und wissenschaftlichen Beirats der Alzheimer's Association.

"Aber diese und Hunderte von weiteren auf der ICAD 2009 vorgestellten Studien zeigen, dass es auch Grund zur Hoffnung gibt. Zurzeit werden Dutzende von Medikamenten zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit in klinischen Studien geprüft. Zusammen mit den Fortschritten im Bereich der Diagnostik können diese potenziell das Feld der Alzheimer-Krankheit noch zu unseren Lebzeiten verändern. Wie schnell wir dorthin gelangen, hängt einzig und allein von unseren Investitionen in Forschung ab. Wir benötigen mehr staatliche und private Mittel für die Alzheimer-Forschung, damit wir von den im letzten Jahrzehnt gemachten Fortschritten profitieren können", fügte Nixon hinzu.

Folgende Studien wurden auf der ICAD 2009 vorgestellt: -- Sam Gandy, et al -- Dimebon(R), A Clinically Promising Drug For Alzheimer Disease, Regulates Amyloid-Beta Metabolism In Cultured Cells, In Isolated Nerve Terminals, And In The Interstitial Fluid Of The Living Rodent Brain (Dimebon(R), ein klinisch vielversprechendes Medikament zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit, reguliert den Amyloid-Beta-Metabolismus in Zellen in Kulturen sowie in isolierten Nervenendigungen und in der interstitiellen Flüssigkeit im lebenden Nagergehirn. -- Moran Boimel, et al -- Immunotherapy Targeting Pathologically Phosphorylated Tau In A Tauopathy Mouse Model (An pathologisch phosphoryliertem Tau-Protein ansetzende Immuntherapie in einem Tauopathie-Mausmodell). -- Scott Roberts, et al -- Clinical Practices Regarding Mild Cognitive Impairment (MCI) Among Neurology Service Providers (Klinische Praxis hinsichtlich der leichten kognitiven Beeinträchtigung (MCI) bei Anbietern neurologischer Leistungen).

Die ICAD 2009 (International Conference on Alzheimer's Disease 2009) der Alzheimer's Association führt über 3.000 Forscher aus 70 Ländern zusammen, um in diesem Rahmen wegweisende Studien und Informationen über die Ursache, Diagnose, Behandlung und Prävention der Alzheimer-Krankheit sowie verwandter Krankheitsbilder zu erörtern. Die ICAD 2009 wird vom 11. bis 16. Juli in Wien, Österreich, im Exhibition and Congress Center der Messe Wien stattfinden.

Die Alzheimer's Association ist die im Bereich der Alzheimer-Behandlung, -unterstützung und -forschung führende ehrenamtliche Gesundheitsorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Alzheimer-Krankheit durch Fortschritte in der Forschung zu beseitigen, allen Betroffenen Behandlung und Unterstützung zukommen zu lassen und Verbesserungen in diesen Bereichen zu bewirken, sowie das Risiko einer Demenzentwicklung durch die Förderung der Gehirngesundheit zu senken. Wir haben die Vision einer Welt, in der es keine Alzheimer-Krankheit gibt. Weitere Informationen finden Sie unter www.alz.org.

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Pressetelefon der Alzheimer's Association: +1-312-335-4078,
media@alz.org oder ICAD 2009 Presseraum, 11.-16. Juli:
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