OeNB - Konsolidierter Wochenausweis des Eurosystems zum 10.Juli 2009

Wien (OTS) - OeNB - Konsolidierter Wochenausweis des Eurosystems
zum 10.Juli 2009

Positionen, die nicht mit geldpolitischen Operationen zusammenhängen

In der Woche zum 10. Juli 2009 spiegelte der Rückgang um 2 Mio EUR in Gold und Goldforderungen (Aktiva I) die Veräußerung von Gold durch eine Zentralbank des Eurosystems (in Übereinstimmung mit der Vereinbarung der Zentralbanken über Goldbestände, die am 27. September 2004 in Kraft trat) wider.

Die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung (Aktiva 2 und 3 abzüglich Passiva 7, 8 und 9) erhöhte sich aufgrund von Kunden- und Portfoliotransaktionen um 2,5 Mrd EUR auf 208,7 Mrd EUR.

Außergewöhnliche Transaktionen:

Valuta- Art der Fällig Neuer tag Transaktion werdender Betrag Betrag 8. Juli EUR/CHF-Devisenswapgeschäft 29 Mrd CHF 31,1 Mrd CHF 2009 zur Bereitstellung von Liquidität in Schweizer Franken mit einer Laufzeit von sieben Tagen 9. Juli Befristete Transaktion zur 39,3 Mrd USD 43,1 Mrd USD 2009 Bereitstellung von Liquidität in US-Dollar mit einer Laufzeit von sieben Tagen

Die liquiditätszuführenden Transaktionen wurden vom Eurosystem im Zusammenhang mit den befristeten wechselseitigen Währungsabkommen (Swap-Vereinbarungen) zwischen der Europäischen Zentralbank und der Schweizerischen Nationalbank bzw. dem Federal Reserve System durchgeführt. Das EUR/CH-Devisenswapgeschäft hatte keine Auswirkungen auf die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung.

Die Bestände des Eurosystems an marktgängigen Wertpapieren in Euro von Ansässigen im Euro-Währungsgebiet (die unter Aktiva 7.2 ausgewiesen werden) verringerten sich um 0,5 Mrd EUR auf 301,7 Mrd EUR. Der Banknotenumlauf (Passiva 1) erhöhte sich um 1,5 Mrd EUR auf 770,3 Mrd EUR. Die Einlagen von öffentlichen Haushalten (Passiva 5.1) nahmen um 15,6 Mrd EUR auf 124,7 Mrd EUR zu.

Positionen im Zusammenhang mit geldpolitischen Operationen

Die Nettoforderungen des Eurosystems an Kreditinstitute (Aktiva 5 abzüglich Passiva 2.2, 2.3, 2.4, 2.5 und 4) stiegen um 133,8 Mrd EUR auf 652,5 Mrd EUR. Am Mittwoch, dem 8. Juli 2009, wurde ein Hauptrefinanzierungsgeschäft in Höhe von 105,9 Mrd EUR fällig, und ein neues Geschäft in Höhe von 106,4 Mrd EUR wurde abgewickelt. Am selben Tag wurde wurde ein längerfristiges Refinanzierungsgeschäft in Höhe von 56,8 Mrd EUR mit einer Laufzeit von einem Monat fällig, und ein neues Geschäft in Höhe von 38,3 Mrd EUR wurde abgewickelt. Am Donnerstag, dem 9. Juli 2009, wurde ein längerfristiges Refinanzierungsgeschäft in Höhe von 13,2 Mrd EUR mit einer Laufzeit von drei Monaten fällig, und ein neues Geschäft in Höhe von 3 Mrd EUR wurde abgewickelt. Am selben Tag wurde ein längerfristiges Refinanzierungsgeschäft in Höhe von 7,6 Mrd EUR mit einer Laufzeit von sechs Monaten fällig, und ein neues Geschäft in Höhe von 9,1 Mrd EUR wurde abgewickelt.

Die Inanspruchnahme der Spitzenrefinanzierungsfazilität (Aktiva 5.5) betrug 0,1 Mrd EUR (was in etwa dem Betrag der Vorwoche entsprach). Die Inanspruchnahme der Einlagefazilität (Passiva 2.2) belief sich auf 155,5 Mrd EUR (gegenüber 316 Mrd EUR in der Vorwoche).

Im Verlauf der Vorwoche haben einige Zentralbanken des Eurosystems damit begonnen, auf Euro lautende gedeckte Schuldverschreibungen im Rahmen des am 7. Mai 2009 nach einem Beschluss des EZB-Rats angekündigten Ankaufprogramms anzukaufen. Die Bestände des Eurosystems an Wertpapieren für geldpolitsiche Zwecke (Aktiva 7.1) betrugen in der Vorwoche zum 10 Juli 2009 folglich 0,1 Mrd EUR.

Einlagen der Kreditinstitute im Euro-Währungsgebiet auf Girokonten

Im Ergebnis aller Transaktionen erhöhten sich die Einlagen der Kreditinstitute auf Girokonten beim Eurosystem (Passiva 2.1) um 103,5 Mrd EUR auf 271,8 Mrd EUR.

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