• 13.07.2009, 14:29:08
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Steinhauser: Skandalöse VIP Betreuung für mutmaßlichen NS Täter

Grüne verwundert über Desinteresse im Innenministerium

Wien (OTS) - Der vor wenigen Monaten aus den USA nach Österreich
abgeschobene Josias Kumpf war Mitglied der SS-Totenkopfdivision und
KZ-Wächter im Lager Trawniki. In Österreich wurde für ihn in Wien
eine 1000 Euro-Wohnung in bester Lage gemietet und eine
24-Stunden-Pflege organisiert. Es liegen konkrete Hinweise vor, dass
österreichische Behörden diese VIP Betreuung veranlasst haben. Die
Spuren führen nach Vorarlberg und ins Innenministerium. Seit die
Sache bekannt geworden ist, sind alle auf Tauchstation.

"Das ganze ist skandalös, wenn man weiß, was im Vergleich
AsylwerberInnen in Österreich erhalten. Warum haben sich
österreichische Behörden so intensiv um einen ehemaligen KZ Wächter
bemüht?" rätselt Albert Steinhauser, Justizsprecher er Grünen, über
die Motivlage der Behörden.
"Während heute in München die Staatsanwaltschaft den mutmaßlichen
NS-Verbrecher John Demjanjuk wegen Beihilfe zum Mord in 27.900 Fällen
angeklagt hat, zeigt das österreichische Innenministerium wenig
Interesse, im Fall Kumpf tätig zu werden. Dieser "österreichische"
Umgang mit mutmaßlichen ehemaligen Kriegsverbrechern ist
unerträglich", so Steinhauser.

Innenministerin Fekter und das Land Vorarlberg sind jetzt gefordert
den Sachverhalt restlos aufzuklären. Eine umfassende parlamentarische
Anfrage zwingt das Innenministerium den Fall offen zu legen. Für
Fekter gelte "leugnen ist zwecklos", zu viele Details seien bekannt
und belegbar.

Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

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