Transporteure drängen auf Weiterbau der Autobahn Wien-Drasenhofen-Brünn

FV-Obmann Herzer: Brauchen keinen neuen Infrastruktur-Torso

Wien (PWK552) - Besorgt reagiert die österreichische Güterverkehrswirtschaft auf jüngste Medienberichte aus Tschechien, wonach der Weiterbau der Nordautobahn ab der österreichischen Staatsgrenze bei Drasenhofen bis Brünn aufgrund bestehender Budgetengpässe eingestellt werden könnte. "Die in Bau befindliche Nordautobahn ist ein wichtiges Teilstück des mitteleuropäischen Verkehrsnetzes und hat dadurch vor allem regionale Bedeutung. Ein Baustopp auf dem 22 km langen Teilstück zwischen Drasenhofen und Pohorelice würde das Netz an einer empfindlichen Stelle schwächen, den Personen- und Güterverkehr erschweren und beiden Ländern einen ungewollten Infrastruktur-Torso bescheren", warnt Wolfgang Herzer, Obmann des Fachverbands Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Der Sprecher der österreichischen Transporteure begrüßt die Tatsache, dass sich sowohl Verkehrsministerin Doris Bures als auch der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll in den letzten Tagen dezidiert für das Autobahnprojekt ausgesprochen haben und ebenfalls einen Weiterbau befürworten. Da noch keine offizielle Information von tschechischer Seite vorliegt, haben beide österreichische Politiker in Prag um Aufklärung in dieser Sache gebeten.

In Österreich macht der Bau der A5 inzwischen gute Fortschritte. Der südliche Abschnitt soll bereits im Frühling 2010 für den Verkehr freigegeben werden. Die beiden nördlichen Abschnitte der Nordautobahn befinden sich derzeit im Stadium der Umweltverträglichkeitsprüfung. (SR)

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