Orden und Auszeichnungen für Abgeordnete Präsidentin Prammer überreicht Ehrenzeichen

Wien (PK) - Zum Ausklang der Tagung erhielten heute sechs Abgeordnete und ein ehemaliger Abgeordneter aus den Händen von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer Orden und Auszeichnungen überreicht. Jakob Auer (V) und Erwin Niederwieser (S) erhielten das Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich, Ursula Haubner (B) das Große Silberne Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich. Die Abgeordneten Kurt Grünewald (G), Karin Hakl (V) und Christine Muttonen (S) erhielten jeweils das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

An der feierlichen Überreichung nahmen der Zweite Präsident des Nationalrats Fritz Neugebauer, die Klubobmänner Josef Cap, Karlheinz Kopf und Josef Bucher, die ehemaligen Regierungsmitglieder Herbert Haupt, Herbert Scheibner und Heidrun Silhavy sowie zahlreiche Abgeordnete und Bundesräte teil.

In ihrer Rede sagte Prammer, den in Rede stehenden Abgeordneten gebührten wahrlich Auszeichnungen, denn sie alle hätten Außerordentliches geleistet. Doch, so fügte die Präsidentin hinzu, Politiker könnten ihre Tätigkeit nicht ausüben, wenn sie nicht ihre Familien hätten, die sie mit Ein- und Nachsicht unterstützten. Sodann referierte Prammer die Lebensläufe der einzelnen Mandatare.

Jakob Auer wurde 1948 in Kirchberg in Tirol geboren und absolvierte die Pflichtschule. Seit 1971 ist er Bauer und seit 1977 Bürgermeister von Fischlham. Im Mai 1983 wurde er erstmals in den Nationalrat gewählt, dem er seitdem ununterbrochen angehört. Für sein politisches Wirken wurde Auer bereits mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich geehrt.

Kurt Grünewald wurde 1948 in Innsbruck geboren, wo er nach der Matura auch Medizin studierte. 1977 promovierte er zum Doktor, 1993 habilitierte er sich an der medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck. Schon seit 1986 ist Grünewald als Facharzt an der Innsbrucker Universitätsklinik tätig, seit 1997 ist er zudem Universitätsprofessor. 1999 wurde er für die Grünen in den Nationalrat gewählt, wo er seitdem als Wissenschaftssprecher der Fraktion tätig ist.

Karin Hakl erblickte 1967 in Innsbruck das Licht der Welt. Nach der Matura 1986 studierte sie dortselbst Rechtswissenschaften und erwarb 1993 den Magistergrad. Nach dem Gerichtspraktikum trat sie 1995 in die Dienste der "Brenner Eisenbahn", ehe sie sich nach ihrer Wahl in den Nationalrat im Frühjahr 2000 gänzlich der Politik verschrieb. Sie hat verschiedene Parteifunktionen in der ÖVP und ist deren Telekommunikationssprecherin.

Ursula Haubner wurde 1945 in Bad Goisern geboren und absolvierte nach der Matura die Ausbildung zur Lehrerin für hauswirtschaftlichen Fachunterricht. Von 1965 bis 1988 unterrichtete sie (mit Unterbrechungen) an den Höheren Bundeslehranstalten in Bad Ischl, Linz und Steyr. Ihre politische Karriere begann sie im Stadtrat von Bad Hall, 1994 wurde sie vom Oberösterreichischen Landtag in den Bundesrat entsandt. 1996 wechselte sie in den Landtag, 1997 bis 2003 war sie oberösterreichische Landesrätin, ehe sie 2003 Staatssekretärin im Kabinett Schüssel II wurde. 2005 bis 2007 amtierte sie als Sozialministerin, 2004/05 war sie auch kurzzeitig Bundesparteivorsitzende der FPÖ.

Christine Muttonen, geboren 1954 in Leoben, maturierte 1972 in Villach, um anschließend in Wien Anglistik zu studieren. 1982 erwarb sie hiefür den Magistergrad. Von 1983 bis 1999 arbeitete sie als Lehrerin an der HTL Villach, schon seit 1997 gehörte sie zudem dem Gemeinderat von Villach an. 1999 zog sie für die SPÖ in den Nationalrat ein, wo sie seitdem als Kultursprecherin ihrer Fraktion wirkt. Sie ist Vorsitzende des Kulturausschusses des Nationalrats und stellvertretende Klubvorsitzende der SPÖ.

Erwin Niederwieser wurde 1951 in Lienz geboren und studierte in Innsbruck Rechtswissenschaften und Erziehungswissenschaften, 1975 bzw. 1983 jeweils zum Doktor promovierend. Seit 1975 arbeitet er als Leiter der bildungspolitischen Abteilung der AK Tirol. Von 1990 bis 2008 gehörte er dem Nationalrat an, wo er zuletzt Wissenschaftssprecher der SPÖ gewesen war. Für seine politische Tätigkeit hat er bereits das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhalten.

Das Große Goldene Ehrenzeichen erhielt auch die ehemalige Europamandatarin und nunmehrige Landesrätin Karin Scheele. Weiters verlieh der Bundespräsident der grünen Klubobfrau Eva Glawischnig-Piesczek das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich. (Schluss)

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