Große Kinderbetreuungslücken in den Ferien AK setzt sich für bessere Angebote im Sommer ein

Linz (OTS) - Strahlende Gesichter bei den Kindern, besorgte Mienen bei vielen Eltern: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird in den Ferien regelmäßig zur Herausforderung. Denn neben den Schulen, die für neun Wochen schließen, sperren im Sommer auch so gut wie alle Kindergärten zu. Laut Statistik Austria haben nicht einmal zwei Prozent der Kindergärten in Oberösterreich 50 bis 52 Wochen pro Jahr geöffnet. Zum Vergleich: In Wien sind es 74 Prozent!

Im Schnitt haben Oberösterreichs Kindergärten im Sommer fünf Wochen geschlossen. In Wien sind es nur fünf Tage. Rechnet man noch Weihnachts-, Semester und Osterferien sowie sonstige Schließtage dazu, kommt man in Oberösterreich auf eine durchschnittliche Jahres-Schließzeit von mehr als sieben Wochen. Für die Eltern bedeutet das, dass sie die Betreuungsprobleme individuell lösen müssen, dass sie gestaffelt auf Urlaub gehen, sich mit anderen Eltern zusammentun oder die Kinder zeitweise sogar alleine lassen müssen.

Besonders schwierig wird es für Eltern von Schulkindern. Auch die wenigen ganztägig geführten Schulen schließen im Sommer zur Gänze. Wer nicht auf Großeltern oder andere Verwandte zurückgreifen kann, steht im Sommer vor beinahe unlösbaren Problemen. Organisierte Aktivitäten wie Ferien- oder Lerncamps sind oft sehr teuer.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich fordert daher, dass sich die Sommerangebote der Kinderbetreuungseinrichtungen mehr an den Bedürfnissen der Eltern orientieren und Schließzeiten am Standort mit den Eltern abgestimmt werden. Gefragt sind kreative Lösungen, etwa gemeindeübergreifende Zusammenarbeit oder Kooperationen zwischen verschiedenen Betreuungseinrichtungen.

Das oberösterreichische Kinderbetreuungsgesetz ermöglicht sehr ausgedehnte Sommerferien. Nach Ansicht der Arbeiterkammer sollte für das ganze Jahr eine Schließzeit von maximal fünf Wochen festgelegt werden. Das entspricht dem gesetzlichen Urlaubsanspruch der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und wäre ein wichtiger Schritt in Richtung bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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