FPÖ-Gartelgruber: Erster Schritt für pflegende Angehörige

Häusliche Pflege braucht aber noch mehr Unterstützung, Würde der Pflegebedürftigen muss gewahrt werden

Wien (OTS) - "Die pflegenden Angehörigen sind der größte Pflegedienst in Österreich und rund 80 Prozent dieser Arbeit wird von Frauen erbracht. Ob Mutter, Ehemann oder behindertes Kind, die Betreuung oder Pflege von Angehörigen ist in den allermeisten Fällen die Arbeit der Frauen. An vorderster Stelle einer ausgewogenen Förderung der familiären Arbeit muss deshalb die soziale Absicherung der Frauen stehen", erklärt FPÖ-NAbg. Carmen Gartelgruber.

Vielen der pflegenden Angehörigen sei die Bedeutung einer eigenständigen sozialrechtlichen Absicherung zum Zeitpunkt der Betreuung nicht bewusst, da sie sich meistens durch die Mitversicherung beim Partner in Sicherheit fühlen würden. Rund 18 Prozent der Frauen, die ihre Angehörigen pflegen, verfügten aber über keinerlei Pensionsversicherung, ihre eigene Versorgung im Alter wäre damit nicht geklärt, so die FP-Frauensprecherin.

"Ein erster nicht unbedeutender Schritt wurde mit dem aktuellen Sozialrechtsänderungsgesetz nun vollzogen. Damit ist eine von uns schon lange geforderte sozialversicherungsrechtliche Besserstellung von pflegenden Angehörigen endlich erreicht. Auch wenn dabei neue Kosten für die öffentlichen Haushalte entstehen, muss in diesem Zusammenhang das Argument angeführt werden, dass die Pflege zu Hause im Vergleich zu den Alten- und Pflegeheimen der Allgemeinheit immer noch gewaltige Summen erspart. Im häuslichen Bereich ist aber noch viel zu tun. So sind z.B. die Kindererziehungszeiten viel stärker zu berücksichtigen, wie überhaupt der generative Beitrag im Pensionssystem mehr Berücksichtigung finden muss", meint Gartelgruber.

Eine weiterer Missstand sei auch, dass die Pflege in den Bundesländern rechtlich unterschiedlich gehandhabt werde, kritisiert die FP-Abgeordnete: "Es kann nicht angehen, dass Pflege in Tirol anders bewertet wird, als in Oberösterreich oder Kärnten. Wir fordern eine bundesweit einheitliche Regelung, damit hier endlich die Ungleichbehandlung von Pflegebedürftigen abgeschafft wird! Eine weitaus überragende Zahl unter den pflegebedürftigen Menschen will ihren Lebensabend zu Hause im eigenen Heim verbringen zu dürfen. Wie wir mit hilfsbedürftigen und alten Menschen umgehen, ist eine entscheidende Frage. Dieser Umgang ist nicht zuletzt auch der Spiegel unserer Gesellschaft."

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