Vorrang für Klein- und Mittelbetriebe

Entlasten, Vereinfachen, Ankurbeln

St. Pölten (OTS) - Der kommende Herbst wird die österreichischen Betriebe vor große wirtschaftliche Herausforderungen stellen. Der Wirtschaftsbund plant daher voraus und weiß: Wenn die Krise stärker auf die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Land wirkt, müssen Maßnahmen vorbereitet sein, die den KMU den Rücken stärken. Denn diese sind das Rückgrat der heimischen Wirtschaft. Österreichweit erwirtschaften die Klein- und Mittelbetriebe einen Gesamtumsatz von 315 Milliarden Euro, stellen 65 Prozent der Arbeitsplätze und bilden 85 Prozent der Lehrlinge aus. Allein in Niederösterreich beschäftigen die rund 72.000 Klein- und Mittelbetriebe fast eine halbe Million Unselbständig Erwerbstätige.

Um festzustellen, was schnell hilft, was große Wirkung hat und was vielen hilft, ist der Österreichische Wirtschaftsbund in den letzten Wochen zu Klein- und Mittelbetrieben gegangen und hat das Gespräch gesucht.In allen 116 Bezirksorganisationen, so auch in den 23 Niederösterreichischen, wurden Diskussionsrunden zum Thema "Entlastungen für unsere Klein- und Mittelbetriebe" veranstaltet. Der Wirtschaftsbund denkt voraus und hat bereits jetzt Antworten auf die Frage, welche Entlastungen die Unternehmen brauchen. Daraus ergeben sich drei große Forderungen:

Entlasten

Gebühren lasten schwer auf den Schultern von Unternehmen, die der Krise trotzen wollen. Die vielen Klein- und Mittelbetriebe sind der Turbo für neues Wachstum und neue Arbeitsplätze, wenn sie bei den Lohnnebenkosten entlastet werden. Und die Kraftfahrzeuge im Betrieb sollen auch steuerlich sein, was sie sind: Betriebsmittel, die fürs Wirtschaften gebraucht werden.

Deshalb:
• Kreditgebühr und Werbeabgabe abschaffen

• Lohnnebenkosten senken

• Steuererleichterung für den betrieblich genutzten Pkw

Vereinfachen

Die Verwaltung soll für den Unternehmer da sein, und nicht umgekehrt. Gerade jetzt brauchen wir eine schlanke Verwaltung und einfachere Verfahren. Damit Unternehmer neue Märkte bearbeiten können statt immer neue Formulare.

Deshalb:
• Steuervorschreibung/Beitragsvorschreibung vereinfachen

• Vereinfachung der Lohnverrechnung

• Verwaltungskosten reduzieren

Ankurbeln

Die Kraft der österreichischen Wirtschaft liegt in der Region. Also macht erst Investieren in die Wirtschaft in der Region neue Dynamik möglich. Besonders die Gemeinden sind wichtige Auftrag- und damit Impulsgeber. Hier muss angesetzt und angekurbelt werden.

Deshalb:
• Investitionsprämie in thermische Sanierung weiterführen

• Zugang zu öffentlichen Aufträgen für regionale KMU erleichtern

• Investitionsprämie einführen

"Jetzt muss das Motto gelten: Vorrang für Klein- und Mittelbetriebe. Wer rechtzeitig vorsorgt, der hilft doppelt. Gesunde Betriebe müssen für den neuen Aufschwung jetzt entlastet werden", appelliert KommR Sonja Zwazl, NÖ Wirtschaftsbund-Landesgruppenobfrau.

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