ÖGB-Foglar: Sozialpartnervorschläge für ältere ArbeitnehmerInnen umsetzen

Arbeitsmarktpaket II wichtig, aber weitere Maßnahmen müssen folgen

Wien (ÖGB) - "Die Explosion der Arbeitslosigkeit ist ein Alarmsignal. Die Politik muss alles Menschenmögliche tun, um den Anstieg so gering wie möglich zu halten. Das Arbeitsmarktpaket II, das heute im Nationalrat diskutiert wird, ist dafür ein wichtiges Werkzeug", sagt ÖGB-Präsident Erich Foglar. Es bringt die Möglichkeit einer längeren Kurzarbeit, Änderungen bei der Altersteilzeit und der Bildungskarenz sowie die Einrichtung einer Zeitarbeiter- und Jugendstiftung. Foglar fordert allerdings weitere Maßnahmen für ältere ArbeitnehmerInnen sowie die aktive Bekämpfung des Armutsrisikos: "Das Arbeitslosengeld muss erhöht, die Mindestsicherung wie angekündigt ohne Verzögerung umgesetzt werden."++++

"Mit der Reform der Altersteilzeit, die sonst ausgelaufen wäre, wird für viele ein gleitender Übergang von der Arbeit in die Pension möglich, und die Altersarbeitslosigkeit wird eingedämmt", so Foglar. Da die Verpflichtung, eine Ersatzkraft einzustellen, künftig wegfällt, ist die Altersteilzeit nun auch in Klein- und Mittelbetrieben eine Option.

Angesichts der Entwicklung in der Altersstruktur sind weitere Maßnahmen, um ältere Arbeitnehmerinnen länger im Erwerbsleben zu halten und älteren Arbeitslosen den Wiedereinstieg zu erleichtern, dringend nötig. Die von den Sozialpartnern bereits 2008 erarbeiteten Forderungen müssen daher rasch umgesetzt werden. "Außerdem sollten alle ArbeitnehmerInnen einen Anspruch darauf haben, dass ihr Arbeitsplatz ihrem Alter entsprechend adaptiert wird", fordert Foglar.

Mindestsicherung unverzüglich umsetzen

Sobald die verlängerte Kurzarbeit beschlossen ist, appelliert Foglar an die Unternehmen Kurzarbeit verstärkt und unverzüglich einzusetzen, um die Beschäftigten in den Betrieben zu halten.

Neben der Anhebung des Arbeitslosengeldes ist zur Armutsbekämpfung vor allem die bedarfsorientierte Mindestsicherung überfällig. "In einem der reichsten Länder der Welt kann es nicht am Geld scheitern, dass wirksame Instrumente geschaffen werden, mit denen das Abrutschen vieler Menschen in die Armut verhindert werden kann", sagt Foglar.

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