ÖAMTC: Trotz Ferienbeginns - teilweise Sprit-Sensationspreise in Kärnten und Salzburg

Zwei Hechte im Karpfenteich bringen das West-Ost-Gefälle durcheinander

Wien (OTS) - Der Ferienbeginn in den westlichen Bundesländern fällt mit interessanten Preisentwicklungen für die Konsumenten zusammen. Jahrelang gab es bei den Spritpreisen in Österreich ein West-Ost-Gefälle. In Vorarlberg, Tirol und Salzburg zahlte man für Benzin und Diesel traditionell mehr als in Wien, Niederösterreich und Burgenland. "Was wie in Stein gemeißelt schien, hat sich nun völlig verändert. Dabei gibt es in zwei Bundesländern eine ähnliche Entwicklung - in Kärnten und Salzburg bringt je ein Billiganbieter Bewegung in den Spritpreismarkt. Damit konnten sogar die typischen Preiserhöhungen zu Ferienbeginn von den 'Spritrebellen' aufgefangen werden", stellt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau fest.

In Salzburg hat ein neuer Diskonter mit Billigpreisen das Preisgefüge verändert. "Früher war Salzburg eines der teuersten Bundesländer in Österreich. Jetzt stellen Sensationspreise vor allem rund um die Stadt Salzburg die Spritpreiswelt auf den Kopf", erklärt die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin. Einen Liter Diesel gibt es in Salzburg derzeit schon um 0,837 Euro, einen Liter Super um 0,903 Euro. Ähnliches schafft eine Automatentankstelle am Millstättersee in Kärnten. Dort gibt es einen Liter Diesel heute um 0,707 Euro, einen Liter Super um 0,782 Euro. Verlierer sind die Konsumenten in Wien, wo der Tiefstpreis für einen Liter Diesel 0,949 Euro, für den Liter Super 1,046 Euro beträgt.

Preise vergleichen - bei einer Tankfüllung (50 Liter) sind bis zu 17 Euro Ersparnis möglich

"Sowohl bei der Anreise in den Urlaub als auch in einigen typischen Ferienregionen können preisbewusste Autofahrer viel Geld sparen, wenn sie wissen, wo man günstig tankt", sagt Brandau. So kann man in Salzburg bei einer Tankfüllung Diesel rund 14 Euro sparen, wenn man statt der teuersten die billigste Tankstelle anfährt. Bei einmal Super voll sind satte 17 Euro Ersparnis drin. Bei der Tankplanung hilfreich ist auch die neue Spritpreisverordnung. "Schlimmstenfalls bleiben die Preise den ganzen Tag über gleich, oft werden sie aber im Tagesverlauf gesenkt", so die ÖAMTC-Expertin. Sie rät, wenn möglich, erst abends zu tanken.

Die aktuellen Preisentwicklungen zeigen aber auch, dass ein echter funktionierender Wettbewerb zu niedrigen Preisen führt. "Die Politik muss mit den entsprechenden Rahmenbedingungen solche Marktentwicklungen unterstützen", fordert die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin.

Die Tiefstpreise in den Bundesländern laut ÖAMTC-Spritpreis-Datenbank (Stand 8. Juli)

Kärnten: Diesel/0,707, Super/0,782
Steiermark: Diesel/0,799, Super/0,902
Salzburg: Diesel/0,837, Super/0,903
Burgenland: Diesel/0,899, Super/1,017
Tirol: Diesel/0,912, Super/0,922
Oberösterreich: Diesel/0,919, Super/0,989
Niederösterreich: Diesel/0,939, Super/0,995
Wien: Diesel/0,949, Super/1,046
Vorarlberg: Diesel/0,984, Super/1,099

Aktuelle Preisinformationen gibt es in der ÖAMTC-Spritpreis-Datenbank online unter www.oeamtc.at/sprit. Dort sind rund 2.200 Tankstellen aus ganz Österreich gelistet. Wer unterwegs ist, kann sich mittels ÖAMTC-Spritpreis-Feed über die aktuellen Spritpreise informieren. Der Service liefert die günstigsten Tankstellen im Bundesland nach Wahl und aktualisiert sich im Zehn-Minuten-Takt. Der ÖAMTC-Spritpreis-Feed ist auf der Homepage des Clubs unter www.oeamtc.at/feeds anforderbar.

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