Seit 60 Jahren Autos für die Kirche im "Süden"

Jubiläumsfest der "Missions-Verkehrsarbeitsgemeinschaft" (MIVA) in Stadl Paura von 24. bis 26. Juli - "Christophorus-Aktion" wird heuer zum 50. Mal durchgeführt

Linz, 09.07.2009 (KAP) Die "Missions-Verkehrsarbeitsgemeinschaft" (MIVA) feiert heuer ihr 60-jähriges Bestehen. Aufgabe des Hilfswerks der katholischen Kirche mit Sitz in Stadl Paura in Oberösterreich ist es, aus Spendengeldern Fahrzeuge für die junge Kirchen in Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Ozeaniens zu finanzieren. MIVA-Fahrzeuge dienen dem pastoralen und sozialen Einsatz bis hin zur medizinische Versorgung. In den vergangenen sechs Jahrzehnten hat die MIVA aus Spenden rund 21.000 Fahrzeuge -Autos, Lastwagen, Traktoren, Motor- und Fahrräder, aber auch Boote, Flugzeuge und sogar Maultiere - finanziert.

Höhepunkt des 60-Jahr-Jubiläums ist die Durchführung der 50. "Christophorus-Aktion" am 26. Juli, dem diesjährigen "Christophorus-Sonntag". Für den Ankauf von MIVA-Fahrzeugen bittet das Hilfswerk dabei alle Autofahrer um einen Zehntel-Cent pro unfallfrei gefahrenem Kilometer.

Parallel zu der österreichweiten Sammlung wird am MIVA-Sitz in Stadl Paura von 24. bis 26. Juli ein dreitägiges "Weltfest" gefeiert. Das Jubiläumsfest beginnt am 24. Juli mit einem Open-Air-Kino, bei dem der Film "There will be blood" gezeigt wird. In dem Streifen geht es um den Erdölboom und dessen Probleme. Am 25. und 26. Juli gibt es ein facettenreiches Programm mit Präsentationen der internationalen MIVA-Projektpartner, einer Ausstellung über die Geschichte der MIVA und einem Open-Air-Konzert der Gruppe "Fuego Latino". Außerdem informieren die österreichischen Rettungs- und Hilfsorganisationen im Rahmen einer Leistungsschau über ihre Arbeit.

Am Sonntag, 26. Juli, um 9 Uhr feiert der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz in Stadl Paura den Festgottesdienst zum "Christophorus-Sonntag" und nimmt im Anschluss die traditionelle Fahrzeugsegnung vor.

Fachtagung über Schöpfungsverantwortung

Bereits vom 23. bis 24. Juli ist die MIVA darüberhinaus Mitorganisatorin einer großen Fachtagung zum Thema "Schöpfungsverantwortung in der Krise" im Stift Lambach. Die Tagung wird von der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften und der Vereinigung der Frauenorden Österreichs mit der "Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission" (KOO), der Initiative "Jugend Eine Welt", den Steyler Missionaren und der MIVA ausgerichtet. Referenten sind u.a. Bischof Luciano Capelli SDB von Gizo auf den Salomonen-Inseln und die mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnete indische Umweltaktivistin und Bürgerrechtlerin Vandana Shiva.

Geburtsstunde 1949

Die MIVA Austria wurde am 22. Oktober 1949 im Stift Lambach auf Beschluss der Österreichischen Bischofskonferenz gegründet. Treibende Kraft war Karl Kumpfmüller aus Stadl Paura, der auch erster MIVA-Geschäftsführer wurde. Vorbild war die deutsche "Missions-Verkehrsarbeitsgemeinschaft", die bereits 1929 vom legendären "Fliegenden Pater" Paul Schulte in Köln gegründet worden war. Während die deutsche MIVA nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch vor allem für innerdeutsche Zwecke "umgewidmet" wurde, konnte sie sich in Österreich ganz ihrem ursprünglichen Zweck, der Finanzierung von Fahrzeugen für kirchliche Aktivitäten in Ländern des "Südens", widmen.

Haupteinnahmequelle war zunächst die - von MIVA-Gründer Kumpfmüller angeregte - Sternsingeraktion der Katholischen Jungschar. Als die Dreikönigsaktion zu einem eigenständigen Hilfswerk ausgebaut wurde, erfand Kumpfmüller die "Christophorus-Aktion" als neue Spendenquelle. Die Idee, Autofahrer um einen Beitrag zu bitten, soll bei der Überstellungsfahrt eines MIVA-Fahrzeuges nach Hamburg entstanden sein. Kumpfmüller malte sich aus, wie viele Projekte die MIVA unterstützen könnte, würde das Hilfswerk pro entegegenkommendem Fahrzeug auch nur einen Groschen erhalten. Daraus entstand die Bitte um "einen Groschen für ein Missionsauto"; nach der Einführung des Euro wurde daraus der Slogan "Pro unfallfreiem Kilometer einen ZehntelCent für ein MIVA-Auto". (Information: www.miva.at).

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