Ferienbetreuung in NÖ: Urlaub bei Oma und Opa

AKNÖ Studie belegt - Eltern haben Schwierigkeiten bei der Ferienbetreuung ihrer Kinder

Wien (OTS) - Niederösterreichische Kinder verbringen die Ferien
bei ihren Großeltern, zeigt eine AKNÖ-Befragung von 400 berufstätigen Eltern zur Ferienbetreuung. 70 Prozent der Befragten nehmen die familiäre Unterstützung von Großeltern oder Verwandten in Anspruch. Jede dritte Familie klagt über Schwierigkeiten bei der Organisation einer Sommerferienbetreuung für ihre Kinder. "Berufstätige Eltern brauchen eine bessere Unterstützung, denn viele Familien haben einfach nicht die Möglichkeit auf Oma und Opa zurück zu greifen", erklärt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder und fordert ein dichteres und leistbares Angebotsnetz an Betreuungseinrichtungen und den Ausbau von schulischen Angeboten, die auch in den Ferien zur Verfügung stehen. Die Befragung der AKNÖ (durchgeführt von IFES) ergab, dass nicht für alle Eltern die familiäre Betreuungsvariante die erste Wahl ist. Jede dritte Familie nennt zu hohe Kosten, schlechte Erreichbarkeit oder zu kurze Öffnungszeiten von öffentlichen Betreuungseinrichtungen als Gründe, warum Oma und Opa auf den Nachwuchs schauen.

Wunsch nach schulischen Angeboten auch in den Ferien Wenn keine familiäre Betreuung möglich ist, wünschen sich 43 Prozent der Eltern eine Ferienbetreuung in der Schule, wo dann auch bei Bedarf Nachhilfe gegeben wird. "Diese hohe Zahl an Eltern, die sich in den Ferien eine schulische Betreuung mit Lernhilfe für ihre Kinder vorstellen können, verwundert nicht, wenn man die Ergebnisse der aktuellen AKNÖ-Studie zur Nachhilfe betrachtet", erklärt AKNÖ-Bildungsexperte Günter Kastner. Demnach geben niederösterreichische Eltern jährlich 21,2 Millionen Euro für bezahlte Nachhilfe aus. Mit eingerechnet ist da jedoch nicht die kostenlose Lernhilfe innerhalb der Familie und des Freundeskreises, die volkswirtschaftlich den enormen Wert von 330 Millionen Euro beträgt. "Lernförderung und Nachhilfe darf nicht den Eltern alleine umgehängt werden. Ein Lösungsansatz ist hier die schulische Ferienbetreuung, die einerseits die Betreuungsproblematik verbessert, andererseits auch zielgerichtete Förderung von Lernschwächen ermöglicht", so AKNÖ-Präsident Hermann Haneder. "Unter schulischer Ferienbetreuung verstehen wir nicht Unterricht in den Ferien", erläutert AKNÖ-Bildungsexperte Günter Kastner, "sondern die Betreuerinnen und Betreuer sollen mit den Schülerinnen und Schülern auch Exkursionen, Projekte und Gruppenarbeiten durchführen. Der Erholungswert und der Spaß für die Kinder müssen sichergestellt sein. Dafür müssen aber die Rahmenbedingungen geschaffen werden."

Eltern wünschen sich auch mehr Unterstützung vom Arbeitgeber Auch vom Arbeitgeber wünschen sich die befragten Eltern mehr Unterstützung. Vor allem Betriebskindergärten, mehr Rücksichtnahme bei den Urlaubswünschen, aber auch generell mehr Verständnis für die Kinderbetreuung würde den berufstätigen Eltern helfen. 52 Prozent der befragten Teilzeitbeschäftigten mit Volksschulkindern sagen, dass für sie die Kinderbetreuung im Sommer bei Vollzeitbeschäftigung ziemlich schwierig bis unmöglich wäre. "Familie und Beruf zu organisieren, bedeutet eine tagtägliche Herausforderung. Kinderbetreuung muss daher an die Bedingungen der Eltern und Kinder angepasst werden, nicht umgekehrt. Bedarfsgerechte Öffnungszeiten und ausreichende Nachmittagsbetreuung gehören da dazu", so AKNÖ-Präsident Hermann Haneder abschließend.

Rückfragehinweis: AKNÖ-Bildungsexperte Günter Kastner 01/58883-1866, Handy: 0664 / 3920121

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