Ärzte: Tipps für eine stressfreie Urlaubsfahrt

Stress gefährdet Verkehrssicherheit - mentales Training und viel Trinken im Stau

Wien (OTS) - Kommendes Wochenende startet die zweite Ferienreisewelle auf Österreichs Straßen. Bei Stau und Hitze liegen bei vielen die Nerven blank. Hier empfiehlt es sich, defensiver zu fahren als sonst. "Angst und Stress sind oft Auslöser für Aggression, der Unfallursache Nummer eins. Gerade im Reiseverkehr heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Gute Vorplanung ist dabei die halbe Miete", weiß der Präsident der Österreichischen Ärztekammer und der Ärztlichen Kraftfahrvereinigung Österreich (ÄKVÖ), Walter Dorner, in einer Aussendung am Donnerstag.

Um sicher in den wohlverdienten Urlaub zu kommen, gibt es einige Tipps zu beachten. "Wichtig ist vor Fahrtantritt zeitliches und örtliches Ausweichen. Das bedeutet, eher Randzeiten von Montag bis Donnerstag zu wählen und das stark frequentierte Wochenende zu vermeiden. Typische Transitrouten sind zwar die kürzesten, in Spitzenzeiten aber nicht die schnellsten Wege. Nebenstrecken sparen im Hauptreiseverkehr Zeit", erklärt Dorner. Der Verkehrsfunk informiert über die aktuellen Straßengegebenheiten.

"Urlaub heißt Freizeit - auch was die Fahrt betrifft. Setzen Sie sich keine engen Termine und planen Sie Zeiten großzügig. Wenn Sie doch in den Stau geraten, helfen mentale Trainings. Atmen Sie tief durch, hören Sie Ihre Lieblingsmusik und denken Sie an etwas Schönes", so Dorner. Um Kinder zu beschäftigen, sollten genügend Spielsachen eingepackt werden. Hunden sollte ein Auslauf an der Leine ermöglicht werden. "Regelmäßige Pausen und Bewegung sind außerdem ein gutes Mittel gegen Übermüdung. Denken Sie an genügend Reiseproviant, vor allem für Kinder. Bei Hitze im Auto ist außerdem viel trinken wichtig, um Konzentrationsschwächen und Leistungsabbau vorzubeugen", weiß Dorner. Am besten helfen Mineralwasser, ungesüßte Tees oder Fruchtsäfte.

Schleicher, Raser und Drängler sind gefürchtete Stressfaktoren. Angst und Stress gefährden die Verkehrssicherheit und bedingen aggressives Verhalten. Jeder zweite Autofahrer ist laut Umfragen wöchentlich mit Attacken anderer Lenker konfrontiert. Vier von zehn Autofahrern müssen sich täglich oder wöchentlich sehr über andere ärgern. Zu geringer Abstand und Drängeln werden am häufigsten erlebt. Oft führt aggressives Verhalten zur Eskalation und in weiterer Folge zu Unfällen im Straßenverkehr. In der abgeschlossenen Welt des Fahrzeuges entwickeln Menschen Verhaltensweisen, die sie außerhalb des Autos vermutlich nicht an den Tag legen würden. Zum am häufigsten erlebten aggressiven Verhalten zählen laut einer Erhebung Schneiden beim Spurwechsel, aggressives Auffahren/Verfolgen, Blenden/Hupen und obszöne Gesten. (jg)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle der
Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33 - 14

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAE0001