Kitzmüller: FPÖ fordert gemeinsame Obsorge als Regelfall

Überdies sollen leibliche, unverheiratete Elternteile im Falle des Zusammenlebens zumindest gleiche Rechte wie Stiefeltern haben

Wien (OTS) - "In Zukunft sollen Stiefeltern die Möglichkeit erhalten, den leiblichen Elternteil im Bereich der Obsorge zu vertreten", erklärt FPÖ-Familiensprecherin NAbg Anneliese Kitzmüller einen Teil des Inhalts des Familienrechtsänderungsgesetzes 2009. "Es soll jeder Ehegatte dem anderen in der Ausübung der Obsorge für dessen Kinder in angemessener Weise beistehen. Soweit es die Umstände erfordern, soll auch eine Vertretung des Elternteils in Obsorgeangelegenheiten für den Stiefelternteil vorgesehen sein."

Mit dieser, von der FPÖ kritisch gesehenen Änderung sei es nun so, dass ein Stiefelternteil zukünftig mehr Rechte und Pflichten, die Obsorge betreffend, innehabe, als ein lediger, mit dem anderen Elternteil und dem gemeinsamen Kind zusammenlebender Elternteil, der mit der Obsorge nicht betraut ist. "Dieser Schieflage soll mit einem FPÖ-Antrag entgegengetreten werden", betont Kitzmüller. "Der Antrag sieht vor, auch dem leiblichen unverheirateten Elternteil im Falle des Zusammenlebens der Familie diese Rechte zukommen zu lassen. Es sollen diesen Elternteilen damit zumindest die gleichen Rechte zugestanden werden wie Stiefeltern."

Nach den Daten der Statistik Austria seien die unehelichen Geburten seit Jahrzehnten im Steigen begriffen, so Kitzmüller. Die Unehelichenquote stieg von 1991 bis 2008 von 24,8% auf 38,8%. Die statistischen Daten ließen den Schluss zu, dass knapp 40% der Neugeborenen in einer familiären Situation leben, in welcher die Eltern nicht verheiratet sind und dennoch in einem erheblichen Ausmaß zusammenleben. Diese Elternteile sollen Stiefeltern gleichgestellt werden.

"Durch die Ausweitung der Rechte und Pflichten für Stiefeltern kommen vor allem jene unter Druck, die seit Jahren die freiheitlichen Anträge zur Einführung der gemeinsamen Obsorge ablehnen", meint Kitzmüller und schließt: "Nachdem diese nun auch die Schweiz einführen will und die gemeinsame Obsorge in der Bundesrepublik Deutschland seit Jahren Rechtslage ist, vergrößert sich der Druck in diese Richtung auch in Österreich. Ein entsprechender Antrag, der die Einführung der gemeinsamen Obsorge beider Elternteile vorsieht, wurde von der FPÖ auch heute wieder eingebracht."

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