Staatshaftungen: Rasch erste Finanzierungshilfen realisieren

Leitl begrüßt Beschlussfassung - Mit AWS-Haftungen umfassendes Paket für den Wirtschaftsstandort geschnürt

Wien (PWK544) - Mit dem heutigen Beschluss der Staatshaftungen im Gesamtausmaß von 10 Mrd. Euro für österreichische Leitbetriebe beweise die Bundesregierung "das richtige Augenmaß, um die heimischen Unternehmen in dieser schwierigen Situation zu unterstützen", betonte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph Leitl. Damit werde ein wichtiges Anliegen der Wirtschaft nun vor dem Sommer in die Tat umgesetzt. Insbesondere für die stark exportabhängigen Branchen sei es wichtig, jetzt rasch und unbürokratisch einen leichteren Zugang zu Liquidität zu erhalten. "Unsere Betriebe erhalten durch die Staatshaftungen eine zusätzliche Möglichkeit, auch in der Krise ihre Chancen zu nutzen. Denn viele warten bereits darauf, dass erste Finanzierungshilfen realisiert werden", so Leitl.

Die Bedingungen für die Inanspruchnahme der Staatshaftungen seien aus Sicht der Wirtschaft annehmbar und würden den positiven Charakter der Maßnahme unterstreichen. Denn Unternehmen, die eine Staatshaftung beantragen, müssen vor dem 1. Juli 2008, also vor dem Ausbruch der Wirtschaftskrise, wirtschaftlich gut dagestanden sein und sich nun in temporären Liquiditätsschwierigkeiten befinden. "Damit erhalten wirtschaftlich gesunde Unternehmen die Chance auf sinnvolle, echte zukunftsorientierte Investitionen", so der WKÖ-Präsident. Hier mit eingeschlossen seien auch tausende heimische kleine und mittlere Zulieferbetriebe, für die die Liquiditätsspritze an Schlüsselunternehmen jedenfalls eine "indirekte Vitaminspritze" darstelle.

KMU: AWS-Haftungen stärken kleine und mittlere Unternehmen

Neben den nun beschlossenen Haftungen für Leitbetriebe sei in der Krise aber auch nicht auf die kleinen und mittleren Betriebe vergessen worden. KMU haben die Möglichkeit, Kreditbürgschaften von bis zu 80 Prozent für Investitionskredite und kurzfristig nötige Überbrückungshilfen abzurufen. Außerdem wurde die Haftung für Betriebsmittelkredite von bisher 1 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro erhöht. "Unsere KMU haben dadurch deutlich verbesserte Rahmenbedingungen, um die Krise zu durchtauchen. Die Bundesregierung hat damit ein umfassenden Paket für den Wirtschaftsstandort Österreich geschnürt, das passgenau für Große und Kleine ist", so Leitl. (us)

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