Rekord bei Autodiebstählen - BZÖ-Westenthaler: Grenzkontrollen könnten kriminellen Autoexport verhindern

Wien 2009-07-08 (OTS) - Die Autodiebstähle sind in ganz Österreich in den ersten fünf Monaten des Jahres um unglaubliche 40 Prozent angestiegen. Gerade in den grenznahen Regionen im Osten beträgt die Zunahme 77,1 Prozent in Wien oder 69,2 Prozent im Burgenland. Laut Bundeskriminalamt handelt es sich großteils um Organisierte Bandenkriminalität. Die Täter kommen großteils aus der Slowakei, Ungarn, Tschechien, Polen oder Serbien und Kroatien. "Es muss Schluss sein mit dem unfreiwilligen Autoexport aus Österreich in den Osten. Mit der Wiedereinführung der Grenzkontrollen, wie vom BZÖ schon lange gefordert, könnte der kriminelle Wertschöpfungsabfluss in den Osten sofort großteils gestoppt werden, denn Autos kann man nur sehr schwer über die grüne Grenze tragen", so BZÖ-Sicherheitssprecher Peter Westenthaler in einer Reaktion auf die dramatische Entwicklung bei den Autodiebstählen.

Auch die Aufklärungsrate sei eine Bankrotterklärung der Innenministerin und ihrer Unsicherheitspolitik. "In Wien werden nur 5,8 Prozent der Autodiebstähle aufgeklärt, das ist beinahe eine Halbierung des Vorjahreswertes. Mit der Wiedereinführung der Grenzkontrollen können wir den Kriminaltourismus sofort bekämpfen". Westenthaler zitiert dazu auch Manfred Schoi, Leiter der Diebstahlsgruppe im Landeskriminalamt Kärnten, der sagt: "Autobahnen sind die Schlagadern der Kriminalität. Von dort aus biegen fahrende Banden ab und sind bald in einem Viertel mit Einfamilienhäusern. Das Auskundschaften braucht meist nur Stunden. Dann schlagen die Täter zu und sind schnell wieder weg." "Der Wegfall der Grenzkontrollen hatte einen massiven Anstieg der Kriminalität zur Folge. Das ist Tatsache und wird von niemandem mehr ernsthaft in Abrede gestellt. Die Konsequenz kann daher nur lauten, die Grenzkontrollen wieder einzuführen. Laut dem Schengen-Abkommen ist das auch jederzeit gesetzlich möglich", fordert der BZÖ-Sicherheitssprecher Innenministerin Fekter auf, endlich zu handeln.

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