Unterrichtsministerin Schmied im NEWS Exklusiv-Interview: "Sitzenbleiben abschaffen."

Die Bildungsministerin will die Leistungsbeurteilung an Schulen modernisieren.

Wien (OTS) - Bildungsministerin Claudia Schmied gibt im Interview
in der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS zu, dass das abgelaufene "Schuljahr" ihr politisch herausforderndstes und schwierigstes war. Für die Zukunft habe sie gelernt, dass sie für große Projekte zuerst den politischen Konsens auf Regierungsebene brauche und diesen von Beginn an stärker einfordern muss. Sie sei aber froh, dass die Reformen weitergingen.

Zur Diskussion über die Sinnhaftigkeit des Sitzenbleiben kündigt die Ministerin an: "Ich bin klar für Benotung. Ich glaube aber, dass wir sie durch verbale Beurteilung ergänzen müssen." Das soll noch im Laufe der Legislaturperiode umgesetzt werden: "Ziel ist, das Sitzenbleiben in der jetzigen Form abzuschaffen. Es wird fast wie eine Bestrafung gehandhabt, und solche Haltungen sind nicht zeitgemäß. Wenn ein Schüler in Mathematik ein ‚Nicht Genügend’ hat, soll er auch nur in Mathematik wiederholen müssen und nicht auch in allen anderen Fächern. Das ist pädagogisch und ökonomisch sinnvoll. "

Auch beim neuen Lehrerdienst- und Besoldungsrecht drückt Schmied aufs Tempo: "Das ist ein Regierungsprojekt, bei dem Bundeskanzleramt und Finanzministerium mit an Bord sein müssen. Es geht entweder zu dritt oder gar nicht. Wir starten im Dezember, nach den Personalvertretungswahlen. Wenn alles gut geht, ist das ab September 2010 machbar. Es soll für neue LehrerInnen gelten, es ist also kein Eingriff in bestehende Verträge."

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