Österreichische Fleischwirtschaft: Nur Schinkenprodukte dürfen Schinken genannt werden

Heimische Qualitätsprodukte nicht mit deutschen Produkten "in einen Topf werfen"

Wien (PWK540) - Zur aktuellen Diskussion über "Schummelschinken" stellt Bundesinnungsmeister Franz Laus fest: "Im Österreichischen Lebensmittelbuch ist klar festgelegt, dass ein Schinken tatsächlich nur aus Schinkenteilen bestehen darf. Auch der Wassergehalt eines Schinkens ist streng geregelt. Die in Deutschland übliche "Vorderschinken", die nicht vom Schinken (Schlögel) stammen, dürfen in Österreich nicht die Bezeichnung Schinken tragen."

Für die österreichische Fleischwarenindustrie erklärt Obmann Helmut Schmerker: "Es ist uns in Österreich gelungen, die Bezeichnung Schinken nur für hochwertige Produkte zu reservieren. Daneben gibt es auch Pökelwaren, die aus anderen Fleischteilen als Schinkenteilen hergestellt sind und einen höheren Wassergehalt aufweisen: Diese Produkte dürfen aber nicht die Bezeichnung Schinken führen. Gerade in den letzten Jahren wurden von österreichischen Betrieben vielfach international ausgezeichnete Schinkenprodukte auf den Markt gebracht. Die Situation in Österreich ist nicht mit jener in Deutschland zu vergleichen."

Den Befürchtungen mancher "Konsumentenschützer", dass sie beim Kauf von Schinken, die unverpackt im Bedienungsgeschäft angeboten werden, nicht informiert werden würden, hält Bundesinnungsmeister Laus entgegen: "Gerade im Bedienungsgeschäft sieht der Konsument nicht nur an der Sachbezeichnung des Produktes, was er kauft, sondern er wird auch vom Verkaufspersonal kompetent beraten." (us)

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