Berlakovich: "vielfaltleben"-Netzwerk für aktiven Artenschutz muss weiter wachsen

Sommerfest des Lebensministeriums im Zeichen der biologischen Vielfalt - Auszeichnung prominenter Patinnen und Paten

Wien (OTS) - Lebensminister Niki Berlakovich widmete sein Sommerfest, gestern, Dienstag, im Wiener Palmenhaus der Biodiversität und präsentierte rund 500 WeggefährtInnen, PartnerInnen und FreundInnen seine Initative "vielfaltleben" zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Österreich. "Mit meiner Kampagne möchte ich bis 2010 gemeinsam mit dem Naturschutzbund, mit dem WWF und Birdlife einen deutlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation vieler bedrohter Pflanzen und Tiere und zur Sicherung der Artenvielfalt leisten. Wir führen bereits zahlreiche Schutzprojekte durch, bauen effiziente Netzwerke auf und kooperieren mit Medien und hochrangigen VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Kultur, um das Bewusstsein der Menschen für den Wert und den Nutzen der Biodiversität zu schärfen. Denn Lebensvielfalt ist unsere Lebensqualität", appellierte Umweltminister Niki Berlakovich an seine Sommerfest-Gäste, beim größten Natur- und Artenschutzprojekt, das es in Österreich je gegeben hat, aktiv mitzutun.

Für ihren Einsatz zum Schutz bedrohter Arten in Österreich erhielten prominente PatInnen aus der Hand von Umweltminister Niki Berlakovich beim Sommerfest im Wiener Palmenhaus eine Auszeichnung. Berlakovich, der selbst als Pate für die seltene Vogelart "Löffler" zeichnet, verlieh die "vielfaltleben"-Urkunde dem Pop-Duo Luttenberger*Klug, das die Patenschaft für den Kiebitz übernommen hat und beim Fest mit ihrem Chart-Hit "Fliegen" auftrat. Auch Model Christine Reiler (Hornviper) bekam eine Urkunde, ebenso die ORF-Moderatorin und Dancing-Star 2009 Claudia Reiterer (Wildkatze). Weiters wurden "Ja!Natürlich"-Chefin Martina Hörmer (Osterluzeifalter), Journalistin und ORF-Moderatorin Gisela Hopfmüller (Mausohr) sowie Primarius des Göttlichen Heilands, Albert Maier, (Mensch) für ihr Engagement in Sachen Biodiversität ausgezeichnet. "Alle Patinnen und Paten unterstützen die Aktivitäten der "vielfaltleben"-Kampagne engagiert mit ihren Möglichkeiten und tragen so viel dazu bei, dass das Bewusstsein für die biologische Vielfalt in Österreich stetig steigt", so Berlakovich.

Der Startschuss für die Kampagne "vielfaltleben" fiel vor einem halben Jahr auf der Geburtenstation des Wiener Krankenhauses "Göttlicher Heiland". "Ja! Natürlich", "Raiffeisen", die "Post AG", der ORF, ASFINAG und die ÖBB zählen zu den ersten Unterstützern der Kampagne. Auch große Grundbesitzer wie die Österreichischen Bundesforste oder die Esterházy Betriebe machen bereits mit und übernehmen eine Vorreiterrolle, indem sie sich mit konkreten Beiträgen dem 2010-Ziel verpflichten.

Biodiversitäts-Schutzprogramme in ganz Österreich

Über 25 "vielfaltleben"-Schutzprogramme laufen über ganz Österreich verstreut. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen dabei 21 Leit-Arten stellvertretend für Hunderte andere gefährdete Pflanzen und Tiere. Der Großteil der Projekte wurde in den vergangen Monaten begonnen bzw. steht bereits in den Startlöchern. So gibt es z. B. den Aktionsplan Feldhamster, das das Überleben des kleinen Nagers im Osten Österreichs sichern soll. In Vorarlberg werden Naturschutzbund und Marktgemeinde Lustenau gemeinsam aktiv, um den stark bedrohten Kiebitz ein Überleben zu ermöglichen und ihre Gelege in Äckern zu sichern. Auch für Amphibien, wie etwa die stark bedrohte Wechselkröte, werden im Rahmen von "vielfaltleben" zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Die Schaffung von neuen Amphibienbiotopen wie zum Beispiel im "Jagdrevier Tiergarten" der Esterházy Betriebe in Schützen am Gebirge ermöglichen ein Überleben der Froschlurche.

Das Patentier von Umweltminister Niki Berlakovich, der Löffler, ein Wasservogel, kommt nur noch im Nationalpark Neusiedlersee vor. Um seinen letzten verbliebenen Lebensraum zu erhalten, wird für den einzigartigen Schilfgürtel des Sees ein umfassendes Managementprogramm entwickelt. Für die ebenfalls gefährdeten Arten Mopsfledermaus, Mausohr und Wiedehopf werden in ihrer Lebensregion Oberinntal zwischen Landeck und Nauders gezielte Maßnahmen wie etwa das Anbringen von Nistkästen oder den Erhalt von wertvollen Mooren, Trockenrasen, und Wäldern gesetzt, um ihren Bestand zu sichern.

Naturnahe Wälder - Horte der Artenvielfalt

Fast die Hälfte Österreichs ist bewaldet. Doch nur naturnahe Wälder mit vielen verschiedenen Baumarten und Totholz bieten einen geeigneten Lebensraum für Alpenbockkäfer, Specht, Wildkatze und viele weitere. In enger Zusammenarbeit mit den Österreichischen Bundesforsten, weiteren Waldbesitzern, Förstern und der Bevölkerung werden im Rahmen der "vielfaltleben"-Kampagne wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation des europaweit geschützten Alpenbocks gesetzt. Gemeinsam mit dem Österreichischen Jagdverband und mit der Unterstützung von Raiffeisen wurde außerdem ein Programm zum Schutz der seltenen Wildkatze ins Leben gerufen. Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit.

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