- 08.07.2009, 09:52:52
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Tödlicher Pflanzenschutz für Heimtiere
VIER PFOTEN warnt vor Schneckenkorn
Wien (OTS) - Im Kampf gegen Nacktschnecken greift so mancher zur
chemischen Waffe: Schneckenkorn wird häufig von Hobbygärtnern und
auch in der Landwirtschaft eingesetzt. Doch das Gift führt nicht nur
bei den Schnecken zu einem äusserst qualvollen Tod - es bedeutet auch
eine Gefahr für Heimtiere.
Handelsübliches Schneckenkorn enthält das Nervengift Metaldehyd
und kann bereits in kleinen Mengen tödlich sein. "Gartenfreunde mit
Kindern oder Heimtieren sollten es auf keinen Fall verwenden", warnt
Katharina Beriger, Heimtier-Referentin der Tierschutzstiftung VIER
PFOTEN. "Es kommt immer wieder zu tödlichen Vergiftungen bei Hunden,
und auch so mancher Igel stirbt qualvoll am Schneckengift."
Wenn Ihr Haustier mit dem Mittel in Kontakt gekommen ist, sollten Sie
sofort zum nächsten Tierarzt gehen. Bei einer
Schneckenkorn-Vergiftung entscheiden Minuten über Leben und Tod, denn
die Latenzzeit ist kurz: Nach 30 bis maximal 60 Minuten lässt sich
das Gift nicht mehr aus dem Körper entfernen. Der Tierarzt wird
versuchen, den Magen auszupumpen und ein Mittel gegen die Krämpfe
verabreichen.
Symptome einer Vergiftung sind Speichelfluss, schnelle Atmung,
Erbrechen, Lähmungen und Muskelkrämpfe. Während man beim Hund
hierdurch alarmiert wird, sterben Katzen und Kleintiere oft
unbemerkt, da sie sich eher zurückziehen.
Generell ist Vorsicht geboten beim Einsatz chemischer
Pflanzenschutzmittel. Im Kampf gegen die ungeliebten Gartenbewohner
bietet sich stattdessen eine Vielzahl von umweltverträglichen und
tierfreundlichen Alternativen an: Schutzringe aus Sägemehl, Steinmehl
oder Branntkalk halten Schnecken durch ihre entfeuchtende Wirkung von
Pflanzen und Beeten fern. Auch der Einsatz von Kaffeesatz hat sich
bei der Bekämpfung erfolgreich bewährt. Bei Regen sind diese Methoden
jedoch nur bedingt wirksam und sollten häufig wiederholt werden.
Sicheren Schutz bieten dagegen sogenannte "Schneckenzäune". "Wem das
zu teuer und aufwendig ist, sollte es stattdessen mit zerkleinerten
Eierschalen probieren," rät Katharina Beriger.
Mehr Informationen zum Thema Heimtiere unter www.vier-pfoten.at im
Bereich Wissen/Heimtiere.
Rückfragehinweis:
Dylan Whiting
Pressesprecher VIER PFOTEN
Tel: 01 545 50 20 - 66
Email: dylan.whiting@vier-pfoten.org
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