- 08.07.2009, 09:36:27
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ÖAMTC: Verschrottungsprämie - Der Topf ist leer
Club fordert kulante Lösung bei Härtefällen
Wien (OTS) - Ein Blick auf die Neuzulassungsstatistik zeigt: Seit
Anfang April, also mit Einführung der Verschrottungsprämie wurden vor
allem Neuwagen im günstigeren Preissegment bestellt und gekauft. "Das
deckt sich auch mit den Erfahrungen an der
ÖAMTC-Verschrottungshotline", berichtet
ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau. "Viele
potentielle Neuwagen-Käufer haben ihr letztes Geld zusammengekratzt
und messerscharf kalkuliert, um sich ein neues Fahrzeug leisten zu
können." Sollte jetzt die miteinkalkulierte Prämie wegfallen, so
droht ein, mitunter beträchtliches, Finanzierungsloch.
Deswegen appelliert die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin an die
Verantwortlichen, für "Härtefälle" eine kulante Lösung anzubieten.
Sollten zahlreiche österreichische Autofahrer nämlich um die
Verschrottungsprämie umfallen, so trübt dies sicherlich den Erfolg
dieser an sich gut gemeinten Aktion. "Letztendlich hat ja der Staat
auch eine Menge Mehreinnahmen durch die Neuwagenkäufe", rechnet
Brandau vor. "Auf jeden Euro, der aus dem Staatssäckel für die Prämie
ausgeschüttet wird, kommen ungefähr sechs Euro an Autosteuern (NoVA
und MwSt) für die Staatskassa."
Der Umfang der Verschrottungsprämie war von Anfang an auf 30.000
Stück ausgelegt. Ursprünglich waren die "Erfinder" der Prämie,
nämlich Politik und Fahrzeughandel, davon ausgegangen, dass die
Aktion bis Jahresende 2009 laufen könnte. "Das vorzeitige Ausschöpfen
des Prämientopfes schwebt nun wie ein Damoklesschwert über den Köpfen
unzähliger Autofahrer", warnt die ÖAMTC-Expertin. "Aus unserer
täglichen Arbeit wissen wir, dass viele im Vertrauen auf die Prämie
bereits ein Auto bestellt haben. Nun könnte aber der Fall eintreten,
dass sie wegen Lieferverzögerungen um die Prämie umfallen." Glücklich
können sich nur all jene schätzen, denen ein Autohändler die Prämie
"garantiert" hat. Denn in diesem Fall gibt es die 1.500 Euro in jedem
Fall, wenn auch der Händler für den Staat in die Bresche springen
muss.
Aber auch eine Fortführung der Aktion unter anderen
Gesichtspunkten ist für die ÖAMTC-Expertin denkbar. Bereits im
Vorfeld zur Verschrottungsprämie hat der Club ein nachhaltiges Modell
auf Basis einer ökologisierten NoVA (Normverbrauchsabgabe)
präsentiert. Dieses sieht eine stufenweise Absenkung der NoVA auf
Basis der Schadstoffemissionen vor. Fahrzeuge unter 120g CO2/km
sollen von der NoVA befreit werden, Käufer bekommen zusätzlich 1.000
Euro Umweltbonus. Für Kfz zwischen 120 und 180 g CO2/km soll die NoVA
halbiert werden. Für Fahrzeuge über 180g CO2 soll sich nichts ändern.
"Mit diesem vom ÖAMTC entworfenen Modell würde neben der Wirtschaft
auch die Umwelt profitieren", hält die
ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin abschließend fest.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Ralph Schüller
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at
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