Neues Volksblatt: "Inakzeptabel" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 8. Juli 2009

Linz (OTS) - LH Josef Pühringer nennt es unverhohlen eine "Drohung", dass die ÖBB für die Aufrechterhaltung der durchgehenden Zugverbindung von Linz nach Graz Geld von den Ländern wollen. Und Pühringer sagte noch einen bemerkenswerten Satz: "Es ist Aufgabe jedes Kaufmanns, dafür zu sorgen, dass die Leistungen in einer Qualität angeboten werden, dass sie von Kundinnen und Kunden nachgefragt werden". Letzteres kann man für die Verbindung zwischen den Landeshauptstädten Linz und Graz nicht behaupten. Gerade einmal mit zwei Zügen täglich kommt man ohne Umsteigen in die jeweils andere Stadt, die kürzeste Fahrzeit beträgt 2.55 Stunden. Von Bahnhof zu Bahnhof weist der Routenplaner für das Auto 2.15 Stunden aus.
Die Pyhrnstrecke offenbart die Versäumnisse vieler Jahre drastisch. Das ausschließlich dem ÖBB-Management in die Schuhe zu schieben, wäre zu billig. In die Pflicht zu nehmen sind auch die Infrastrukturminister, die allesamt diese Strecke sträflich vernachlässigt haben. Was ist schon Linz, was ist schon Graz, Hauptsache in Wien ist man schnell. Der Steuerzahler wird für die Bahn schon kräftig zur Kasse gebeten. Ein zweites oder ein drittes Mal für die selbe (offenbar schlecht erbrachte) Leistung zu zahlen, ist inakzeptabel.

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