Küberl zu Papstenzyklika: "Zeitgemäße Antwort auf die Probleme unserer Zeit"

Caritas-Präsident begrüßt klares Plädoyer für Erhöhung der Entwicklungshilfegelder und Ethik in der Wirtschaft

Wien (OTS) - Als "klare, fundierte Analyse und zeitgemäße Antwort auf die Probleme unserer Zeit" bezeichnet Caritas-Präsident Franz Küberl die heute, Dienstag, offiziell vorgestellte Enzyklika "Caritas in veritate" von Papst Benedikt XVI. Die Enzyklika befasst sich mit sozialen Fragen wie Hunger, Armut und Arbeitslosigkeit, aber auch mit den Folgen der derzeitigen Finanz-und Wirtschaftskrise.

Den Kampf gegen den Hunger formuliert der Papst als "ethischen Imperativ für die Weltkirche". Während Benedikt XVI zunächst feststellt, dass Globalisierung a priori weder gut noch schlecht sei, nimmt er gleichzeitig aber auch die Wirtschaft ("Die Wirtschaft braucht nämlich für ihr korrektes Funktionieren die Ethik") und die Staatengemeinschaft in die Pflicht, für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Küberl: "Das betrifft insbesondere so aktuelle und brennende Herausforderungen wie den Zugang zu Wasser, die Ausbeutung von Bodenschätzen und Energiequellen in so genannten Entwicklungsländern und die Bewahrung der Umwelt für die nachfolgenden Generationen." Das Papst-Dokument sei damit "eine starke Aufforderung an Staaten, die Entwicklungshilfegelder auf den versprochenen Stufenplan zu erhöhen und an Wirtschaft, die unerträgliche Schieflage im globalen Dorf raschest zurecht zu rücken", so Küberl weiter: "Es kann nicht sein, dass sich die reichen Länder des Nordens die Rosinen aus dem Weltgugelhupf picken, während die Menschen in den ärmsten Ländern der Erde nicht einmal Brösel davon zu essen haben." Darauf weist die Enzyklika hin: "Heute sind die zur Verfügung stehenden materiellen Möglichkeiten, um diesen Völkern aus der Armut herauszuhelfen, potenziell größer als früher, aber sie wurden hauptsächlich von den entwickelten Völkern selbst in Beschlag genommen, die sich den Prozess der Liberalisierung des Finanz- und Arbeitskräfteverkehrs besser zunutze machen konnten (Absatz 42)."

Der Caritas-Präsident begrüßt in diesem Zusammenhang auch, dass der Papst mit der neuen Enzyklika der Zivilgesellschaft den Rücken stärke.

Klar sei freilich, dass auch der einzelne Mensch gefordert ist, seinen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit zu leisten. Küberl: "Solidarität und Geschwisterlichkeit bedeuten täglich neue Herausforderungen für uns alle und Papst Benedikt hat uns ein weiteres Mal ins Stammbuch geschrieben, dass diese nicht an der eigenen Haustüre enden."

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