Kindergartenpaket: Die größten Chancen für die Kleinsten

Zusätzliche Mittel des Landes für Investitionen und Einnahmenentfälle der Gemeinden

Bregenz (VLK) - Um die Vorbereitungen für das verpflichtende Gratis-Kindergartenjahr für Fünfjährige zu treffen, erhält das Land Vorarlberg gemäß einer Artikel 15a-Vereinbarung mit dem Bund ab dem Kindergartenjahr 2009/10 jährlich rund 3,5 Millionen Euro -"Geldmittel, die den Gemeinden insbesondere für den Bau bzw. die Adaptierung von zusätzlichen Kindergartenräumlichkeiten und für Einnahmenentfälle (Stichwort Gratis-Kindergartenjahr für 5-Jährige) zu Gute kommt", informierte Landeshauptmann Herbert Sausgruber heute, Dienstag, im Pressefoyer. Gemeinsam mit Gemeindeverbandspräsident Wilfried Berchtold und Landesrat Siegi Stemer stellte Saugruber die Details dieser Vereinbarung zwischen Land und Gemeinden vor.
Das Land hat die Förderungen für den bedarfsgerechten Ausbau der Kindergartenangebote in den Gemeinden deutlich verstärkt. Bereits im vergangenen Jahr wurden die Weichen für die Öffnung der Kindergärten für Dreijährige und die Verkleinerung der Gruppen gestellt. Die Gemeinden erhalten vom Land dafür je nach Größe und Finanzkraft bis zu 90 Prozent der anfallenden Personalkosten ersetzt. "Wir wollen den Kleinsten die größten Chancen bieten, denn der Kindergarten ist die Brücke zur Schule und damit zu jeder weiteren Bildung bis ins Erwachsenenalter," sagte Landeshauptmann Sausgruber.

Einnahmenentfall der Gemeinden wird abgegolten

Im Rahmen der Vereinbarung erhalten die Gemeinden jährlich rund 1,2 Millionen Euro als Ersatz für den Entfall der Elternbeiträge durch das Gratis-Kindergartenjahr für 5-jährige - "das sind 310 pro Kind und Jahr," rechnete Gemeindeverbandspräsident Berchtold vor. Auch private Kindergärten werden auf diese Weise unterstützt.

Gemeinden investieren kräftig

"Die Aufwendung der Vorarlberger Gemeinden für die Kindergärten belaufen sich auf jährlich rund 38 Millionen Euro", informierte der Gemeindeverbandspräsident. Die Öffnung des Kindergartens für Dreijährige und die Senkung der Kinderhöchstzahl je Gruppe führt zu großen Investitionen in den Gemeinden, "heuer sind es knapp 15 Millionen Euro und im Jahr 2010 werden es gut 25 Millionen Euro sein", sagte Berchtold.

Für den Neubau oder die Erweiterung von Kindergärten, für Adaptierungen und Sanierungen bestehender Räumlichkeiten sowie für die Schaffung von Voraussetzungen mit dem Ziel, die Gruppen künftig ganztägig zu führen, werden die Förderungen wesentlich verbessert. Dies gilt rückwirkend: Auch Baumaßnahmen, die letztes Jahr im Hinblick auf das neue Kindergartengesetz begonnen wurden, erhalten die Förderung nach den neuen Richtlinien.

Fast alle Betreuungswünsche können erfüllt werden

Landesrat Stemer verwies auf die vor kurzem vorgelegten Ergebnisse der erstmalig durchgeführten Kinderbetreuungsbedarfserhebung: "Die Erhebung zeigt, dass Vorarlbergs Gemeinden bereits gut gerüstet sind und einen großen Teil des Bedarfs an Kindergartenplätzen schon jetzt abdecken können". In jenen Gemeinden, wo noch Angebote fehlen, sind insgesamt 41 zusätzliche Kindergartengruppen geplant. Weitere Trends, die der Bedarfserhebung zu entnehmen sind, betreffen die deutliche Zunahme von Kooperationen, die Erweiterung der Öffnungszeiten und eine deutliche Steigerung von 3-jährigen in den Kindergärten.

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