LR Ragger: Neue Verordnung bringt Startschuss für den Bau neuer Pflegeheime

Absurde parteipolitisch motivierte Ablehnung der SPÖ

Klagenfurt (OTS) - "Es ist bedauerlich, dass eine so wichtige Verordnung wie jene für die Alten- und Pflegeheime für Parteipolitik missbraucht wird. Das Nein der Kärntner SPÖ-Landesräte Reinhart Rohr und Peter Kaiser zur neuen Heimnormgröße von 75 Betten ist überhaupt nicht nachvollziehbar, weil deren Parteikollegen in anderen Bundesländern noch viel mehr Betten pro Haus verordnet haben. Hier könnte man von "Pflegekasernen" sprechen, wenn etwa im roten Wien beispielsweise 350-Betten-Häuser erlaubt sind. Auch in Oberösterreich und Salzburg sind 120 bzw. 100 Betten zulässig", zeigt Kärntens Soziallandesrat Christian Ragger die Widersprüchlichkeit der SPÖ auf.

Ragger sieht eine tiefe Kluft in der SPÖ Kärnten zwischen den "Blockierern" in der Regierung und den Bürgermeistern, welche im Gemeinde- und Städtebund der neuen Verordnung sehr wohl zugestimmt haben.

Weiters verweist er darauf, dass Kärnten mit 75 Betten Normgröße noch immer einsame Spitze in Österreich sei. Überdies hätten auch alle Zeugen im vergangenen Pflege-Untersuchungsausschuss betont, dass die Qualität der Pflege nichts damit zu tun habe, ob ein Heim 25 Betten mehr oder weniger hätte. Entscheidend seien überschaubare Organisationseinheiten, welche einen regelmäßigen menschlichen Kontakt zwischen Bewohnern und Pflegekräften zulassen, damit sich die Betroffenen nicht auf immer neue Personen einstellen müssten. "Und an diesen Einheiten von 20 bis 25 Betten haben wir nichts geändert", betont Ragger.

Auch die Personalvorschriften blieben gleich bzw. wurden sie sogar für jene Heime verschärft, die eine große Anzahl von schwer Pflegebedürftigen betreuen. "Da an mehreren Heimstandorten ein Mangel an diplomierten Kräften herrscht, den wir übrigens durch zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten beheben wollen, schaffen wir die Möglichkeit, dass vermehrt Sozialfachbetreuer (früher Altenfachbetreuer) die Menschen versorgen", erläutert Ragger.

Mit der neuen Verordnung, werde auch ein großes Versäumnis seiner Vorgängerinnen beseitigt, welche in ihren Verordnungen die Berufsgruppe der Sozialfachbetreuer überhaupt totschwiegen. "Das war einzigartig in Österreich", so Ragger.

Die heute beschlossene neue Verordnung sei auch der Startschuss für den Bau von mehreren neuen Pflegeheimen.
Wesentlich für Ragger ist auch, dass mit dem neuen Regelwerk endlich die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, Tagesstätten für pflegebedürftige Menschen zu fördern und neue Betreuungsprojekte für Demenzkranke zu etablieren. In Zukunft muss auch jedes Pflegeheim verpflichtend zumindest eine ausgebildete Kraft für Hospizbegleitung beschäftigen", zeigt Ragger Verbesserungen durch die neue Verordnung auf.

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