SP-Stürzenbecher: "Stadt Wien arbeitet intensiv daran, die Sanierung der Hietzinger Werkbundsiedlung zu finanzieren"

Populistische Sommerloch-Streiterei zwischen VP und FP ohne konkrete Vorschläge hilft weder den BewohnerInnen noch dem Gebäudeerhalt

Wien (SPW-K) - =

"Wir arbeiten mit Hochdruck an der Schaffung einer
speziellen Finanzierung für die Sanierung der architektonisch wertvollen Siedlung", erklärt der Vorsitzende des Wohnbauausschusses, SP-Gemeinderat Dr. Kurt Stürzenbecher. "Im Gegensatz zu manchen Oppositionspolitikern sind wir uns aber selbstverständlich nicht nur der architektonischen und historischen Bedeutung der Werkbundsiedlung sowie der mietrechtlichen Gesetzgebung bewusst, sondern wir bemühen uns auch konstruktiv und zielgerichtet um den Erhalt und die umfassende Sanierung."

Zu lösen gilt es jedoch die noch offene Frage der notwendigen Finanzierung, wie sowohl Gemeindrätin Frank als auch Gemeinderat Dworak bestens wissen. Denn alleine für die notwendigen Maßnahmen für eine umfassende Sanierung der im Eigentum der Stadt Wien befindlichen Gebäude - unter Einhaltung der strengen Auflagen des Denkmalschutzes - sind mehr als sieben Millionen Euro notwendig. "Bei derzeitigen Mieteinnahmen von 60.000 Euro pro Jahr und Sanierungskosten von -grob geschätzt - zumindest sieben Millionen Euro sei eine geförderte Sanierung gem. § 18 MRG (Mietrechtsgesetz) wegen der dabei entstehenden Mietzinserhöhung unzumutbar", betonte Stürzenbecher.

"Die jährlichen Mieteinnahmen machen nicht einmal ein Hundertstel der Sanierungskosten aus, eine Sanierung aus den Mieteinnahmen unterstützt durch Förderungen, wie es bei anderen Wohnhausanlagen üblich ist, kommt also nicht infrage. Deshalb wird an anderen Finanzierungsmodellen gearbeitet", erklärt Stürzenbecher.

Gleichzeitig weist Stürzenbecher darauf hin, dass die Stadt Wien -Wiener Wohnen über laufende Erhaltungsarbeiten sicherstellt, dass die Gebäude keineswegs dem Verfall preisgegeben werden würden. "Zudem gibt es für die Werkbundsiedlung eigene Ansprechpartner im Kundenzentrum 23 von Wiener Wohnen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Wiener Wohnen sind auch regelmäßig in der Anlage unterwegs."

Der alten VP-Forderung - und gleichzeitig dem bisher einzigen Vorschlag - nach Verkauf der Häuser an die jetzigen MieterInnen kann Stürzenbecher nach wie vor nichts abgewinnen: "Im Fall eines Kaufs müssten die Eigentümer selbst für die Sanierungskosten aufkommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das jemand leisten kann, der jetzt eine - im Vergleich zum freien Immobilienmarkt - günstige Miete zahlt. Die Vorgaben des Denkmalschutzes wären selbstverständlich auch von privaten Eigentümern zu erfüllen.
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