Lebensgefährlich: Spiritus verwandelt Griller in Brandbomben

Wien (OTS) - Im Zusammenhang mit dem Qualitätstest von Grillfleisch, der heute von der Arbeiterkammer Oberösterreich präsentiert wurde, weist die Allianz Versicherung auf weitere Gefahren hin: und zwar, wie sich unvorsichtige Grillmeister verbrennen können - gesundheitlich und finanziell.

Heuer hat das Grillen bereits mehrere Schwerverletzte gefordert. Vielen kann es nämlich beim Grillen gar nicht schnell genug gehen. Also kommen oft auch "Hilfsmittelchen" zum Einsatz - Brennspiritus zum Beispiel. Ein paar Tropfen auf die Kohle, ein Streichholz sorgt für die erste kleine Explosion. Geht es immer noch zu langsam, schüttet der Hobbykoch den Spiritus vielleicht direkt aus der Flasche in die Glut. Schwere Verbrennungen sind bei solchen Experimenten mit "Flüssigsprengstoff" bereits vorprogrammiert. Für Flucht ist es schnell zu spät sein.

Zwei Drittel der Opfer sind Männer

Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit erleiden jährlich rund 500 Österreicher Brandverletzungen beim Grillen und landen im Krankenhaus - nicht selten sogar auf der Intensivstation. Die Opfer sind vorwiegend Männer: zwei Drittel. Viele stehen dann auch vor ernsten finanziellen Problemen, wenn sie keine private Unfallversicherung abgeschlossen haben: Denn die gesetzliche Krankenversicherung zahlt bei Freizeitunfällen nur die Behandlungskosten. Wenn über diese Basisleistung hinausgehende Kosten anfallen, müssen sie - sofern man nicht zusätzlich privat unfallversichert ist - aus der eigenen Tasche finanziert werden. Das kann - zum Beispiel im Falle der Dauerinvalidität - eine schwere und lebenslange finanzielle Belastung für die ganze Familie bedeuten.

Hochexplosives Gemisch

"Brandbeschleuniger wie Spiritus, Benzin, Alkohol, Petroleum und dergleichen haben in der Nähe von offenem Feuer oder anderen Wärmequellen überhaupt nichts verloren", warnt Mag. Xaver Wölfl, Service-Experte der Allianz. Bei der Verdunstung flüssiger Brennstoffe entstehe ein hochexplosives Gas-Luft-Gemisch, das mehrere Meter Durchmesser erreichen könne. Schon ein kleiner Funke reiche aus, um die Gaswolke zu entzünden.

Leicht vermeidbares Risiko

Dabei wären die meisten schweren Grillunfälle durch die Verwendung geeigneter Anzündhilfen einfach zu vermeiden. Damit der Grillgenuss ohne Verdruss über die Bühne geht, gibt es im Handel Anzündwürfel oder -riegel, Grillpasten, flüssige Spezial-Anzünder, elektrische Grillanzünder etc. "Von gefährlichen Anzündhilfen sollte man unbedingt die Finger lassen", so Wölfl.

Falls trotz aller Vorsicht etwas passiert, ist rasche Hilfe notwendig: Denn ab 10 Prozent verbrannter Körperoberfläche ist die Sache ein Fall für den Notarzt. Bei Kindern sogar schon ab 5 Prozent!

Links:

Kuratorium für Verkehrssicherheit: Richtig löschen http://www.kfv.at/?id=803

Verbrennungen: Prävention und Erste Hilfe http://www.brandverletzt.info/

Grillen. Brand- und Verletzungsursachen im Garten
http://www.ots.at/redirect.php?grillen1

Verbrennungen - klinische Neunerregel
http://www.ots.at/redirect.php?verbrennung

Erste Hilfe bei Brandverletzungen
http://www.brandverletzte.at/bv_askdoc/firstaid_start.htm

Allgemeine Informationen zu Brandverletzungen
http://www.brandverletzte.at/bv_askdoc/info_start.htm

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Dr. Marita Roloff
Unternehmenskommunikation
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