Gehaltsnachzahlungen: Österreichisches Rotes Kreuz setzt Beschäftigte massiv unter Druck

GPA-djp verlangt Gesprächstermin und einvernehmliche Lösung

Wien (GPA-djp/ÖGB) - Jahrzehntelang wurde in der
Blutspendezentrale des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) das Gehalt falsch abgerechnet. Dies betraf die Abgeltung von Mehr- und Überstunden, Zulagen und Zuschlägen. Auf Druck des Betriebsrates und der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) erklärte sich die Unternehmensleitung grundsätzlich bereit, Nachzahlungen zu leisten. Die nun gewählte Vorgangsweise, jedem einzelnen Beschäftigten eine nicht nachvollziehbare Abrechnung anzubieten, ist jedoch inakzeptabel und für ein Unternehmen, welches das Prinzip der sozialen Verantwortung ernst nimmt und am Briefpapier den Slogan "Aus Liebe zum Menschen" wählt, unwürdig. Die GPA-djp schätzt für die ca. 200 Betroffenen einen Forderungsbetrag von mindestens 2 Millionen Euro.++++

Die GPA-djp hatte in einem Brief das Generalsekretariat aufgefordert, gemeinsam mit Betriebsrat und der Gewerkschaft eine Lösung für die Nachzahlungsmodalitäten zu finden. Nun forciert aber das Unternehmen Individuallösungen, in denen ein willkürlicher und in den Augen der Gewerkschaft viel zu niedriger Nachzahlungsbetrag in einem Vergleich angeboten wird.

"Durch diese Vorgangsweise und durch eine knappe Fristsetzung werden die Beschäftigten einem enormen Druck ausgesetzt, das Angebot zu unterschreiben. Wir verlangen von der Unternehmensführung einen Gesprächtermin sowie eine konsensuale Lösung für die Nachzahlungen und ein Abgehen vom angebotenen Individualvergleich. Diese Vorgangsweise ist einem Unternehmen, das die soziale Verantwortung auf die Fahnen geheftet hat, nicht würdig. Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten ergreifen, damit die Beschäftigten der Blutspendezentrale zu ihrem Recht kommen", so die Regionalgeschäftsführerin der GPA-djp-Wien, Barbara Teiber.

ÖGB, 7. Juli 2009 Nr. 440

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