FP-Frank zu Werkbundsiedlung: Stadt Wien sieht Verfall schweigend zu

SPÖ muss das Ensemble in denkmalpflegerischer Art und Weise für die Nachwelt erhalten

Wien, 07-07-2009 (fpd) - Die Verantwortlichen der Stadt Wien schweigen weiterhin zur Problematik rund um die dringend notwendige Sanierung der Werkbundsiedlung in Hietzing, kritisiert heute die Architektursprecherin der FPÖ-Wien, LAbg. Henriette Frank. Dabei sei seit Jahren davon die Rede, dieses weltweit einzige, derart geschlossene Ensemble der 1930er zu retten. 70 Häuser wurden von 32 Architekten entworfen, darunter Josef Frank, Ernst Plischke, Josef Hoffmann und Clemens Holzmeister, die zur damaligen Weltspitze zählten.

Da nicht alle Objekte im Eigentum der Stadt Wien stehen, werden jetzt scheibchenweise jene Häuser, die im Privateigentum sind, verkauft. Nun stelle sich die Frage, ob hier die Stadt Wien überhaupt reagiert habe? Vor allem aber sei von Bedeutung, ob sie die zum Kauf angebotenen Objekte erwerben werde, um dann das Ensemble in denkmalpflegerischer Art und Weise für die Nachwelt zu erhalten, so Frank.

Während beispielsweise in Stuttgart oder Dessau-Törten von Stadt, Land und Bund alles unternommen wurde, um die wenigen verbliebenen Objekte in ihrer Einzigartigkeit zu bewahren, schweige Wien weiterhin und sehe dem Verfall einfach zu. Die Werkbundsiedlung müsse jedenfalls ebenso wie die Gartenstadt Tivoli in ihrer Gesamtheit saniert und revitalisiert werden und damit der Stadt erhalten bleiben. Nur so könne dem Architekturgedanken nach sozialem Wohnbau der 20er und 30er Jahre weiterhin Rechnung getragen werden. Die Stadt Wien solle sich dementsprechend ihrer Verantwortung bewusst werden und diese einmalige Chance unverzüglich wahrnehmen, fordert Frank abschließend. (Schluss) hn

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