Rehor: Langsame Erholung der Finanzmärkte - verhaltener Ausblick

Rückblick und Ausblick für Anleger

Wien (OTS) - 6.7.2009, Orientierungshilfe für Anlegerinnen bietet die RLB NÖ-Wien traditionsgemäß zur Jahresmitte. Dr. Gerhard Rehor, Vorstandsdirektor für die Geschäftsgruppe Finanzmärkte, präsentiert den kurzgefassten Überblick:

In den ersten zwei Monaten des Halbjahres hat sich die Krise fortgesetzt. Seit März gibt es auf allen Risikomärkten eine Phase der Erholung. Grund dafür war, dass Frühindikatoren ein erstes Licht am Ende des Tunnels gezeigt haben.

In den letzten beiden Wochen dreht sich dieser Trend jedoch um, Marktteilnehmer fragen wieder verstärkt, ob die Krise wirklich vorbei ist. Die Antwort lautet: 'nein', daher sind aktuell Aktien und Kapitalmarktzinsen wieder rückläufig.

Während US Anleihen (AAA, mittlere Laufzeiten) währungsbedingt im ersten Halbjahr keinen Zugewinn ausweisen konnten, war man mit österreichischen Bundesanleihen (AAA, mittlere Laufzeiten) im sicheren Hafen mit einem moderaten Zuwachs.

Überall dort, wo die Risikoaufschläge (Credit spreads) zu Jahresbeginn noch extrem hoch gelegen sind, hat es in der Folge Kursgewinne aufgrund des Rückgangs der Risikoaversion gegeben - d.h. die Risikobereitschaft der AnlegerInnen ist gesunken. Anleihen von Unternehmen mittlerer Qualität und osteuropäische Staatsanleihen haben den stärksten Kursgewinn verzeichnen können.

An den Aktienmärkten zeigten sich der österreichische Aktienmarkt und Osteuropa mit einem Gewinn von rund 20% deutlich positiv. Mit einem Plus von 16% ist auch die Kernregion Centrope (Prag, Bratislava, Wien, Budapest) unter den Gewinnern.

Das Sparbuch war im ersten Halbjahr 2008 der gewohnte sichere Hafen, wenn auch in der Tendenz mit fallenden Zinsen.

Verhaltener Ausblick

Insgesamt rechnet Finanzmarktexperte Gerhard Rehor mit einem Dämpfer im 3. Quartal und freundlichen Ausblicken gegen Jahresende:
"Der Weg aus der Finanzmarktkrise gleicht einem 'W' - wir befinden uns gerade knapp nach der Mitte!", rechnet Rehor mit einer Bewegung nach unten, die aber gegen Jahresende wieder ausgeglichen wird.

Während europäische Staatsanleihen gerade den niedrigen Kupon verdienen, setzt sich der Abbau der Risikoprämien bei Unternehmensanleihen fort. An den Aktienmärkten ist in den nächsten Monaten wenig zu versäumen. Nach einem eher schwachen 3. Quartal sieht Rehor aber wieder Einstiegschancen. Angesichts der "0-Prognosen" zur Inflation ist von Seiten der Leitzinsen und auch bei der Verzinsung der Sparbücher keine Erhöhung zu erwarten.

Aus 1.000 Euro am 1.1.2009 wurden bis 30.6.2009 Anleihen Erzielter Betrag in Euro Österreichische Bundesanleihen (AAA) 1.030 US-Staatsanleihen (AAA) 969 Osteuropa Staatsanleihen (BBB/BB) auf Euro lautend 1.142 (Rumänien, Kroatien, Bulgarien, Russland) Unternehmensanleihen (AA) 1.058 Unternehmensanleihen (BB) 1.360 Aktien Österreich 1.199 Osteuropa (inkl. Russland) 1.220 Centrope (Wien - Prag - Budapest) 1.163 International 1.058 Sparbuch (mittlere Bindung) 1.015 Gold 1.078 Aus 1.000 Euro am 1.7.2009 werden am 31.12.2009 Anleihen Erzielter Betrag in Euro Österreichische Bundesanleihen (AAA) 1.015 US-Staatsanleihen (AAA) 950 Osteuropa Staatsanleihen (BBB/BB) auf Euro lautend 1.070 (Rumänien, Kroatien, Bulgarien, Russland) Unternehmensanleihen (AA) 1.060 Unternehmensanleihen (BB) 1.140 Aktien (total return) Österreich 1.000 Osteuropa (inkl. Russland) 1.070 Centrope (Wien - Prag - Budapest) 1.010 International 1.030 Sparbuch (mittlere Bindung) 1.012 Gold 1.052

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