Friedensbrücke - Verkehrsphase ab Mittwoch neu

Nur mehr eine Fahrspur Richtung 20. Bezirk

Wien (OTS) - 40 Jahre nach der letzten Instandsetzung des
Tragwerkes beginnen die Arbeiten an der nunmehr 83 Jahre alten Brücke mit der ersten Bauphase. Aufofahrer müssen sich dann ab Mittwoch auf eine neue Situation einstellen. Dann ist nämlich vom 9. Bezirk kommend Richtung 20. Bezirk nur mehr eine Fahrspur zu benutzen. Auf Grund der Bauarbeiten ist auch der Gehweg unterstromig für die nächsten Monate gesperrt. Für die FußgängerInnen steht der Gehsteig auf der anderen Seite für die Überquerung voll zur Verfügung. Radfahrer können ebenso die Brücke in beide Richtungen benutzen. Für den Individualverkehr steht Richtung 9. Bezirk noch immer eine Fahrspur gerade und zwei Linksabbieger Richtung Roßauer Lände zur Verfügung. Auch die Straßenbahn verkehrt ohne Behinderungen über die gesamte Bauzeit.

Verkehrsphasenpläne sind zu den jeweiligen Bauphasen unter
http://wien.at/verkehr/brueckenbau/baustellen/friedensbruecke.html
abrufbar.

Die Geschichte der Friedensbrücke

An der Stelle der heutigen Friedensbrücke gab es in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Übergänge zwischen den Landschaften. Bereits im 13. Jahrhundert gab es an der Mündung des Alsbaches einen Landeplatz für Schiffe sowie Roßtränken in diesem Gebiet, warauf sich auch noch der heutige Name "Roßau" bezieht. Bereits um 1683 und 1805 gab es in diesen Bereichen Schiffsbrücken über den Donaukanal, aber erst 1872 wurde an der Stelle die Stroheckbrücke erbaut, die bald darauf Brigittabrücke benannt wurde. Über diese Brücke lief bereits 1873 der Straßenbahnverkehr, 1897 erfolgte die Elektrifizierung dieser Strecke. Der aufkommende Verkehr setzte aber der Brücke derart zu, dass es im Laufe der Jahre immer öfter zu Beschränkungen in der Benutzung der Brücke kam. Die Einschränkungen erfolgten für den Lastverkehr und die Straßenbahn.

Dies führte in Folge 1924 zum Neubau der Brücke. Fertig gestellt wurde das von Otto Schönthal und Emil Hoppe geplante Bauwerk nach zweijähriger Bauzeit 1926 von der Firma Waagner Biro. Am 3. Oktober 1926 fand die Verkehrsfreigabe der jetzt neubenannten Friedensbrücke statt. Im 2.Weltkrieg erhielt die Brücke 1941 vorübergehend den Namen "Brigittenauer Brücke". Es folgte 1945 die Zerstörung der Brücke, die aber nicht so gravierend war, da bereits am 12. Februar 1946 die Wiedereröffnung statt fand. 1969 bis 1971 wurde die Brücke um 6,80 Meter auf ihre derzeit Breite von 30 Meter ausgebaut. Außerdem wurde die Verlegung der Straßenbahngleise, die Errichtung der Straßenbahn-Haltestelleninsel von Richtung 20. Bezirk, neuer Brückengeländer und die Revision des alten Brückentragwerkes durchgeführt.

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Ing. Kurt Wurscher
Brückenbau und Grundbau (MA 29)
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