GPA-djp zu TrainerInnen-Demo: Großteil der Betroffenen profitiert von Anstellung

Gemeinsam Druck auf Arbeitgeber für angemessene und korrekte kollektivvertragliche Einstufungen erhöhen

Wien (GPA-djp/ÖGB) - Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) hat Verständnis dafür, dass Trainerinnen und Trainer aus AMS-finanzierten Bildungseinrichtungen ihre Sorgen über ihre Einkommenssituation gemeinsam und öffentlich artikulieren. Die GPA-djp bietet den TrainerInnen an, eine gemeinsame Strategie zur optimalen Umsetzung der Einbeziehung in den Kollektivvertrag zu entwickeln. ++++

Generell ist jedoch festzustellen, dass die als Folge eines Rechtgutachtens nun erfolgten Anstellungen von freien DienstnehmerInnen bei AMS-finanzierten Bildungsmaßnahmen für den Großteil der Trainerinnen und Trainer essentielle Verbesserungen bringen.

Die Einbeziehung der TrainerInnen in den Kollektivvertrag schiebt dem ruinösen Wettbewerb über die Honorare und Arbeitsbedingungen endlich einen Riegel vor. Die Leistungen des Kollektivvertrages, wie z.B. jährliche Gehaltserhöhungen, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, fünf Tage Bildungsfreistellung und auch das Recht auf 25 Tage Urlaub im Jahr sowie Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall bringen darüber hinaus vielen TrainerInnen bessere und sichere Bedingungen.

Die GPA-djp hat im Rahmen ihres Honorarbarometers mit einer groß angelegten Umfrage festgestellt, dass die Einkommen in diesem Bereich aufgrund eines ruinösen Wettbewerbs seit Jahren stagnieren bzw. sogar fallen. Gegen eine Anstellung und Absicherung tausender Kolleginnen und Kollegen können und wollen wir als Gewerkschaft nicht auftreten. Der Wettbewerb unter Umgehung arbeits- und sozialversicherungsrechtlicher Vorschriften wurde auf dem Rücken der Trainerinnen und Trainer ausgetragen. Dieses Honorardumping hatte auch negative Auswirkungen auf die Honorare der echten freien TrainerInnen.

Wenn nun private Anbieter versuchen, durch nicht korrekte Anwendung des Kollektivvertrages das Einkommensdumping weiter fortzusetzen, so laden wir alle Betroffenen ein, mit uns gemeinsam den Druck auf die Arbeitgeber für eine korrekte Anwendung des Kollektivvertrages zu erhöhen. Dabei geht es etwa um die korrekte Anrechnung von Vor- und Nacharbeiten bzw. um die Anrechnung von Vordienstzeiten.

Was die Mindesthonorarsätze für echte freie DienstnehmerInnen betrifft, so bemüht sich die GPA-djp seit Jahren um eine zufrieden stellende Regelung und fordert eine Änderung des Arbeitsverfassungsgesetzes, die den KV ermächtigt, auch die Honorare für freie DienstnehmerInnen festzulegen. Auch ohne diese Gesetzesänderung betreiben wir gerade im AMS-Bereich seit Jahren intensives Lobbying, um zu einer Lösung für "echte" freie DienstnehmerInnen zu kommen.

ÖGB, 6. Juli 2009 Nr. 438

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