WKÖ-Hochhauser: Mehr Geld für Kinderbetreuung zeitigt erste wichtige Erfolge für Vereinbarkeit von Kind und Karriere

Weitere Verbesserungen durch einkommensabhängiges Kindergeld und Absetzbarkeit zu erwarten - zudem noch bessere Angebote der Länder gefordert

Wien (PWK537) - "Die gezielte Unterstützung für den Ausbau der Kinderbetreuung zeitigt erste wichtige Erfolge. Sowohl bei der Anzahl der Betreuungsplätze als auch bei den Öffnungszeiten hat es 2008 wichtige Verbesserungen geben. Damit wurde ein wichtiger und effektiver Beitrag geleistet, damit vor allem Frauen Kind und Karriere besser unter einen Hut bekommen können", stellt Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), fest.

Gemäß aktueller Kindertagesheimstatistik der Statistik Austria ist im Fünfjahresvergleich vor allem die Anzahl der Krippen und der Horte deutlich, nämlich um knapp 40 bzw. knapp 20 Prozent, gestiegen. Positiv sei auch, dass mittlerweile faktisch neun von zehn Kindertagesheimen ganztägig geführt werden, also zumindest sechs Stunden pro Tag offen halten. "Vor allem Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen brauchen Betreuung gerade auch in Randzeiten", so Hochhauser.

In die richtige Richtung geht auch die Entwicklung der Betreuungsquoten. Bei den Drei-Jährigen stieg sie von 50,3 Prozent 1998 auf nunmehr 73,4 Prozent 2008, bei den 4-Jährigen von 83,7 auf 92,2 Prozent und bei den 5-Jährigen von 89,0 auf 93,8 Prozent. Bei den Unter-3-Jährigen kommt Österreich mittlerweile auf 16 Prozent.

"So positiv diese Entwicklung ist, bleibt es Tatsache, dass Österreich vor allem bei den 3-Jährigen und den noch Kleineren im internationalen Vergleich nach wie vor hinterher hinkt. Hier besteht nach wie vor Handlungsbedarf. Vor allem die Länder sind aufgefordert, bessere Angebote zu machen", fordert Hochhauser.

Weitere Verbesserungen in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf erwartet sich die WKÖ-Generalsekretärin von der ab 2009 geltenden steuerlichen Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten und dem ab 1. Jänner 2010 geplanten einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld. "Das sind ganz konkrete und praxisgerechte Verbesserungen, die Frauen Mut zur Karriere machen und uns auch in Sachen Väterkarenz nach vorne bringen werden - und zwar ohne die Betriebe mit immensen Schwierigkeiten zu belasten", so Hochhauser. "Auf diesem Weg müssen wir zügig weiter marschieren." (SR)

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