Höllerer: Mit Bildung den Bauernhof für die Zukunft ausrichten

LFI-Bildungsprojekt Zukunftsorientierte Agrarwirtschaftliche Motivation (ZAM)

Wien (OTS) - ~

"Bildung auf Vorrat, wie sie die Schulen anbieten,
genügt immer weniger, wenn es gilt, für die Anforderungen der Zukunft gerüstet zu sein, weil sich ja die Rahmenbedingungen für unsere Bäuerinnen und Bauern immer rascher ändern. Daher wird neben einer guten landwirtschaftlichen Grundausbildung die Weiterbildung immer wichtiger", betonte Bundesbäuerin Anna Höllerer. "Um Veränderungen aktiv gestalten zu können, brauchen landwirtschaftliche Unternehmerinnen und Unternehmer ein hohes Wissen über die Zusammenhänge und das Funktionieren von Agrarmärkten und -politik, aber auch eine unternehmerisch entwickelte Persönlichkeit. Das Projekt ZAM - Zukunftsorientierte Agrarwirtschaftliche Motivation -animiert Bäuerinnen und Bauern, sich agrarwirtschaftlich und -politisch weiterzubilden", freute sich Höllerer über das von der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen und vom Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) Österreich initiierte Projekt.

Immer mehr Betriebsführerinnen

"Zunehmende Preisschwankungen für Agrarprodukte und die Liberalisierung der Märkte erfordern von den Landwirten ein immer tieferes Verständnis und Wissen über agrarwirtschaftliche Zusammenhänge. Dabei sind gerade die Frauen stärker gefordert, weil sie immer öfter die Betriebsführerinnen stellen", so Höllerer weiter. Bestätigt wird die Bundesbäuerin dabei durch den Grünen Bericht 2008, wo festgehalten ist, dass "die Rolle der Frauen bei der Leitung von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben gestärkt werden soll". Derzeit liegt der Anteil der von weiblichen Personen geleiteten landwirtschaftlichen Betriebe bei rund 39%, Tendenz steigend.

Außerdem hat die Studie des Österreichischen Instituts für Familienforschung "Situation der Bäuerinnen in Österreich 2006" gezeigt, dass sich der Anteil der Landwirtinnen aus dem nicht-agrarischen Bereich in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat. "Das alles war für mich und die Landesbäuerinnen die Motivation, uns vehement für das Zustandekommen des Projektes einzusetzen", so Höllerer.

Spezielle Angebote für agrarwirtschaftliche und Persönlichkeitsbildung

"Im Rahmen dessen wird das Interesse der Bäuerinnen und Bauern für agrarwirtschaftliche Zusammenhänge nachhaltig geweckt und das erforderliche Wissen zur Verfügung gestellt, um die Veränderungen am Betrieb und in ihrer Vertretung aktiv gestalten zu können", ergänzte Höllerer.

Im Projekt ZAM werden dazu Vorträge, Seminare, Workshops und entsprechende Unterlagen entwickelt und mit Verständnis fördernder Öffentlichkeitsarbeit sowie bundesweiten Veranstaltungen unterstützt. Die Umsetzung in den Bundesländern wird in enger Kooperation mit den Landwirtschaftskammern erfolgen. Ermöglicht wird das Projekt mittels der finanziellen Unterstützung durch die EU, den Bund und die Länder. (Schluss)

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