FPÖ unterstützt Familienrichter bei Ihrer Kritik gegen Vergebührung bei Besuchsrechten

Hofer: Gebühr für Besuchsrechtsanträge muss wieder rückgängig gemacht werden

Wien (OTS) - Familienrichter haben sich heute deutlich gegen die seit Juli geltenden Gebühren bei Besuchsrechten bei außerstreitigen Gerichtsverfahren ausgesprochen. FPÖ-Vizeparteiobmann NAbg. Norbert Hofer greift die geäußerte Kritik der Familienrichter auf und unterstützt diese inhaltlich voll und ganz: "Die Familienrichter haben klare Worte gefunden. Ich kann mich diesen nur anschließen und fordere die Bundesregierung auf, der Forderung nach Abschaffung der Gebühren nachzukommen."

Hofer erläutert: "Diese Gebühren in Höhe von bis zu 330 Euro, um eventuell sein Kind sehen zu dürfen, werden zu einem massiven Anstieg der Verfahrenshilfeansuchen führen, wegen der "relativ niedrigen Höhe" wird diese jedoch nur in den seltensten Fällen auch zugestanden werden."

"Das Erwirken eines Besuchsrechts für den getrennt lebenden Elternteil ist in der heutigen Justiz ohnehin schon schwer genug. Aus den Erfahrungen von Personen, die sich an die "Plattform Trennungsopfer" gewandt haben, wissen wir, dass viele dieses Bestreben, wegen des großen Aufwandes und der Prügel, die einem zwischen die Beine geworfen werden, schon nach kurzer Zeit wieder aufgeben. Die Kontaktabbruchsrate nach Scheidungen ist in Österreich ohnehin sehr hoch. Durch diese Maßnahme wird der Zugang zum Recht deutlich erschwert und eine Teilhabe am Leben der eigenen Kinder nach einer Trennung weiter verunmöglicht. Was dies für das Wohlbefinden von Kindern und zurückgelassenen Elternteilen bedeutet, wissen wir aus vielen Studien zu diesem Themenbereich", erklärt Hofer.

In diesem Zusammenhang erneuert Hofer die FPÖ-Forderung nach der Einführung der gemeinsamen Obsorge als Regelfall nach Trennungen, wie es sie in der BRD und bald auch in der Schweiz schon gibt.

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