Berlakovich: "Österreichs Wadeln radeln!" für aktiven Klima- und Umweltschutz

Informations- und Beratungstour "Wadel mit!" des Lebensministeriums trifft in Wien auf Klimabündnis-Klimatour 2009

Wien (OTS) - Die Radfahr-Offensive "Österreichs Wadeln radeln!"
des Le-bensministeriums hat heute, Montag, in Wien gemeinsame Station mit der Klimatour 2009, der ehemaligen Ökostaffel des Klimabündnisses. "Radfahren heißt, kein CO2 zu verbrauchen, in der Stadt wesentlich schneller unterwegs zu sein, gesünder zu leben und der Wirtschaft zu helfen. Schon jetzt sparen unsere RadfahrerInnen der Volkswirtschaft Gesundheitskosten von 405 Millionen Euro, bringen Österreich eine Wertschöpfung von 882 Millionen Euro und sichern rund 18.000 Arbeitsplätze. Wadeln Sie mit! Jedes Paar Wadeln mehr auf dem Radsattel trägt zum Ziel bei, den Radverkehrsanteil österreichweit bis 2015 zu verdoppeln. Ich wünsche unserer Radfahr-Offensive und der Klimatour 2009 zahlreiche TeilnehmerInnen und viel Er-folg", so Umweltminister Niki Berlakovich beim Tour-Zusammentreffen mit dem Geschäftsfüh-rer des Klimabündnisses Peter Molnar vor dem Lebensministerium in Wien. ****

Die gemeinsame Radfahrt mit der Klimatour 2009 bestritten die TeilnehmerInnen der Radfahr-Offensive auf den umweltfreundlich erzeugten klima:aktiv-Fahrrädern der gleichnamigen Le-bensministeriums-Initiative. Gemeinsam mit Umweltminister Berlakovich und Peter Molnar traten dabei unter anderem Jürgen Wutzlhofer von der Stadt Wien, Alsergrund-Bezirksvertreter Albert Slavik und Rudolf Silvan von der AUVA kräftig in die Pedale. Die AUVA stellte den Teil-nehmerInnen für ihre Sicherheit Radhelme zur Verfügung. Niki Berlakovich hielt einen Klima-tipp bereit, den er gemeinsam mit den Klimatipps der weiteren TeilnehmerInnen in die Tourbox der Klimatour 2009 einwarf: "Ein Viertel aller Autofahrten sind kürzer als zwei Kilometer, das entspricht einer achtminütigen Radfahrt. Nutzen Sie das Fahrrad auf kurzen Strecken und hel-fen Sie damit der Umwelt, Ihrer Gesundheit und der Wirtschaft", lautet sein Appell an die Be-völkerung, sich vermehrt in den Radfahrsattel zu schwingen.

Radfahrprojekte mit Lebensministerium sparen rund 45.000 Tonnen CO2 pro Jahr

Der Umweltminister verfolgt mit seiner Radfahr-Offensive und der Umsetzung des Masterplan Radfahren ein klares Ziel: zehn Prozent Radverkehr bis 2015. Das bedeutet nicht nur eine enorme Ersparnis bei Treibhausgasemissionen, sondern laut WHO auch eine Entlastung des Gesundheitssystems um 810 Millionen Euro jährlich. Das Lebensministerium unterstützt mit seiner Klimaschutzinitiative klima:aktiv Betriebe, Länder und Städte bei der Radverkehrsförde-rung und forciert bewusstseinsbildende Informationsmaßnahmen. Bislang wurden 6,7 Millionen Euro an Fördermittel für Radverkehrsprojekte vergeben, damit werden Investitionen in der Höhe von 24,7 Millionen Euro ausgelöst. Voraussetzung ist, dass die Maßnahme eine CO2-Einsparung bewirkt. Über 130 Gemeinden, Schulen und Betriebe sind bereits klima:aktiv-Partner und sparen durch Radverkehrsmaßnahmen jährlich rund 45.000 Tonnen CO2.

Auch die vom Klimamabündnis organisierten Klimatour 2009 trägt zur Bewusstseinsbildung für den Radverkehr bei. VertreterInnen von Klimabündnisgemeinden tragen dabei ein Staffelholz und damit die Botschaften Klimaschutz und fairer Handel mit dem Fahrrad, dem Zug oder zu Fuß durch ganz Österreich und übergeben es von einer Gemeinde zur nächsten. Die Klimatour ist ein wichtiger Treffpunkt zwischen für den Umwelt- und Klimaschutz sowie für den fairen Handeln aktiven Menschen aus Gemeinden, Ökobetrieben, Weltläden, Biobauern und -bäuerinnen, FreizeitsportlerInnen und RegionalpolitikerInnen.

Stadt Wien ist mit Radfahrprojekten neuer klima:aktiv-Partner

Die Stadt Wien als gemeinsamer Treffpunkt zwischen der Radfahr-Offensive "Österreichs Wa-deln radeln!" und der Klimatour 2009 zeigt nunmehr verstärktes Engagement beim Radverkehr: "Ich freue mich, dass jetzt auch die Stadt Wien zum engagierten klima:aktiv-Partner geworden ist und Projekte zur Radförderung konkret angeht. Wir werden das nach Maßgabe des Budgets unterstützen", so Minister Berlakovich.

Wien hat große Potenziale für den Radverkehr, liegt aber mit einem Anteil von fünf Prozent im Vergleich zur Radlerhauptstadt Österreichs, der Stadt Salzburg, mit 16 Prozent, etwas abge-schlagen. Daher hat sich die Stadt das Ziel gesetzt, durch gezielte Maßnahmen bei der Kon-zeption von Radwegen, der Integration der Bedürfnisse von RadfahrerInnen bei der Stadt- und Siedlungsplanung und bei der Verknüpfung des Radfahrangebots mit öffentlichen Verkehrsmit-teln den Radverkehrsanteil auf acht Prozent zu erhöhen. Der daraus resultierende Gesund-heitsnutzen würde rund 137 Millionen Euro betragen. Auch die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt könnten positive Effekte verzeichnen. Heute liegt die Wertschöpfung durch die Radverkehrs-wirtschaft in der Landeshauptstadt bei 51 Millionen Euro, und rund 1060 Arbeitsplätze werden dadurch dauerhaft gesichert.

"Wadel mit!" vom Neusiedlersee bis zum Bodensee

Mit dem Aufruf "Wadel mit!" spornt Umweltminister Niki Berlakovich an, sich mehr für die vielen positiven Aspekte des Radfahrens zu interessieren und bietet mit seiner Radfahroffensive "Österreichs Wadeln radeln!" bundesweit mit Radgipfeln in den Landeshauptstädten eine facettenreiche Informations- und Beratungsplattform an.

Nächste Stationen:

16. Juli 2009 - Radgipfel Graz
21. August 2009 - Radveranstaltung Kärnten
24. August 2009 - Radgipfel Salzburg mit Glocknerfahrt (geplant)
9. September 2009 - Radgipfel Oberösterreich
11. September 2009 - Radgipfel Vorarlberg

Servicehinweis: Die Kurzstudie "Wirtschaftsfaktor Radfahren", der "Leitfaden Radverkehrsförderung" und die WHO-Studie "Gesundheitseffekte durch Radfahren" stehen unter http://www.radfahren.klimaaktiv.at zum Download bereit.

Weitere Bilder abrufbar unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=1&dir=200907&e=20090706_w&a=event

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