Mölzer: Ilisu-Staudamm in der Türkei muß verhindert werden

Österreich, Deutschland und Schweiz sollen Exportgarantien zurückziehen - Ilisu-Staudamm ist Kulturbarbarei und Diskriminierungspolitik gegen Kurden

Wien (OTS) - Es sei zu hoffen, daß Österreich, Deutschland und die Schweiz ihre Exportgarantien für den geplanten Ilisu-Staudamm in der Türkei zurückziehen und damit dieses Projekt zu Fall bringen, sagt der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Denn es geht nicht nur um die Verhinderung einer Kulturbarbarei ersten Ranges, weil die antike Stadt Hasankeyf überflutet soll", so Mölzer, der sich im März bei einem Lokalaugenschein ein Bild der Lage gemacht hatte.

Vielmehr sei der Ilisu-Staudamm ein Teil der Diskriminierungspolitik Ankaras gegenüber der kurdischen Minderheit, die als Sicherung der Energieversorgung getarnt werde. "Tausende Kurden sollen umgesiedelt werden. Und viele von ihnen werden gezwungen, ihre Grundstücke weit unter dem Marktwert zu verkaufen. Alleine dieses Vorgehen sollte Grund genug sein für die EU, um die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abzubrechen", betont Mölzer.

Weiters weist der freiheitliche EU-Mandatar darauf hin, daß der Ilisu-Staudamm eine Gefährdung der Sicherheit in der Region darstelle. "Wenn die Türken diesen Staudamm errichten, dann kontrollieren sie den Oberlauf des Tigris und können nach Belieben Syrien das Wasser abdrehen. Deshalb ist der Ilisu-Staudamm offenbar auch ein Teil des türkischen Regionalmachtstrebens, um den östlichen Mittelmeerraum zu beherrschen", schließt Mölzer.

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0008