Österreich unterstützt Bildungsinitiative für Kinder im Kaukasus

Wien (OTS) - In Zusammenarbeit mit der NGO Interkulturelles
Zentrum und unterstützt durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) hat das Open Society Institute (OSI) eine Bildungsinitiative im Kaukasus gestartet. Insgesamt stellt OSI bis 2010 mehr als eine Million USD im Rahmen des Programms "Education Cooperation across the Caucasus" zur Verfügung. Gefördert werden 12 Bildungsprojekte von lokalen Initiativen und NGOs im Kaukasus. Vom 5. bis 6. Juli trafen sich die Projektträger in Wien und präsentierten erste Ergebnisse ihrer Arbeit. Auch über Strategien zur Armutsbekämpfung und Reformen im Bildungswesen wurde diskutiert.

Nach Angaben von UNHCR und IDMC gibt es allein im Südkaukasus rund eine Million Flüchtlinge und Binnenvertriebene. Armut, fehlende medizinische Versorgung, desolate Wohnverhältnisse, mangelnde Ausstattung von Schulen sowie schlecht ausgebildetes Lehrpersonal wirken sich nachteilig auf die Zukunft der jungen Generation aus -ein Umstand der langfristig negative Folgen für die Entwicklung dieser Region hat. "Mit der ,Education Cooperation across the Caucasus'-Initiative wollen wir sowohl national als auch international politische Entscheidungsträger auf die prekäre Situation von Kindern und Jugendlichen im Kaukasus aufmerksam machen. Wir zeigen bildungs- und sozialpolitische Herausforderungen auf, die, unabhängig von politischen Differenzen zwischen einzelnen Staaten, die gesamte Region betreffen", erklärt Hugh McLean, Direktor des Education Support Programm bei OSI. Er fordert dringende Investitionen im Bildungs- und Sozialbereich: "Damit investiert man sowohl in die Potenziale junger Menschen als auch in die Friedenssicherung in der Region."

Österreich in der Vermittlerrolle

"Vertreter aus allen diesen Ländern gemeinsam an einen Tisch zu bekommen war und ist eine besondere Herausforderung", weiß Gerhard Moßhammer vom Interkulturellen Zentrum (IZ) und erklärt: "Dafür einen neutralen Boden anzubieten, war für den Erfolg dieser Initiative wesentlich." In Zusammenarbeit mit dem IZ und dem BMUKK wurde das Programm entwickelt: "Das Interkulturelle Zentrum besitzt langjährige Erfahrung und pflegt gute Kontakte zu NGOs im Kaukasus. Gleichzeitig haben wir in Österreich auch von offizieller Seite Unterstützung für dieses Förderprogramm erhalten", weist McLean auf die Bedeutung dieser Kooperation hin.

Investition in Bildung

In der Stadt Gori hat die NGO Society Biliki mit Hilfe von OSI-Geldern ein Bildungsprojekt für Straßen- und Flüchtlingskinder ins Leben gerufen. "Die Kinder, die wir betreuen, kommen aus sehr armen Familien und kämpfen mit zahlreichen Problemen. Die Gefahr, dass sie ihre Schulausbildung abbrechen, ist groß. Wir versuchen sie wieder ins Schulsystem zu integrieren", erklärt Marine Mgebrishvili von Society Biliki. In den beiden tschetschenischen Dörfern Kyrchaloi und Geldagan wurde ein Ausbildungsprogramm für Jugendliche gestartet, die weder Schreiben noch Lesen können. "Wir fördern Projekte, die zur Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Kinder im Kaukasus beitragen. Diese Initiativen sollen als Good-Practice-Modelle dienen und Anregungen zu weiteren Reformen und zu regionaler Kooperation liefern", ist Hugh McLean(OSI)von der nachhaltigen Wirkung des Programms überzeugt.

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