Grosz: ÖVP versinkt im Skylink-Sumpf -Gehaltsfortzahlung für VP-Domany dürfte "Schweigegeld" sein!

Was haben Landeshauptmann und Vizekanzler Pröll zu befürchten, dass an VP-nahen Manager Domany ein "arbeitsloses" Gehalt auf Steuerzahlerkosten gezahlt wird?

Wien (OTS) - Der Skandal rund um die verschwundenen 500 Millionen Euro im Zuge des Skylink-Baus am Wiener Flughafen entwickle sich immer mehr zu einem Mega-Korruptionsskandal der ÖVP, so BZÖ-Rechnungshofsprecher Abg. Gerald Grosz am Montag. "Was hat die ÖVP zu befürchten, dass an den bisher verantwortlichen Flughafenmanager Domany ein arbeitsloses Gehalt von 148.000 Euro -möglicherweise als "Schweigegeld" - weitergezahlt wurde. Liegt es daran, dass die ÖVP in diesen Sumpf schon 2006/2007 eingeweiht wurde oder vielleicht daran, dass die ÖVP möglicherweise finanzieller Profiteur dieser Baukostenüberschreitung war und ist?", fragt sich der BZÖ-Rechnungshofsprecher.

Der frühere Flughafenvorstand Christian Domany, der sein Mandat mit 28. Februar zurückgelegt hat und dessen Dienstvertrag noch bis 30. September läuft, bezieht - wie Profil am Wochenende meldete -weiterhin sein volles Grundgehalt. Diese Modell des "VP-Schweigegeldes" für misswirtschaftende Manager erinnere Grosz frappant an ähnliche Golden Handshakes im Rahmen der AUA-ÖIAG-Pleite.

"Die ÖVP hat Interesse daran, dass in ihren schwarzen Sumpf aus Misswirtschaft und möglicher Parteifinanzierung keinerlei Licht ins Dunkle dringt. Dieser Baukostenskandal sei jedenfalls seit dem AKH-Skandal in der Geschichte der Republik einzigartig. Verschwundene 500 Millionen Euro Steuergeld, ein Vergabeverfahren dass es einem nur so graust, rätselhafte und überhöhte Beraterverträge, Konsulentenaufträge wie in Sizilien, schweigende Eigentümervertreter wie SPÖ-Bürgermeister Häupl und Landeshauptmann Pröll, ein untergetauchter ÖVP-Parteichef und Finanzminister Josef Pröll und ein Management, dass auf Steuerzahlerkosten weitergezahlt wird und sich jeglicher öffentlicher Kontrolle verwehrt. Dieser Skandal ist ein einzigartiges Schandstück in der Geschichte des Landes im Umgang mit Steuergeld", so der BZÖ-Rechnungshofsprecher.

"Wann, wenn nicht jetzt ist die Korruptionsstaatsanwaltschaft gefordert. Dies ist ja kein normaler Prüffall des Rechnungshofes mehr sondern ein einzigartiger Kriminalfall. Das BZÖ wird sämtliche Initiativen starten um diesen Sumpf auszutrocknen", so Grosz, der auf eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft und weiterer Initiativen im Nationalrat verweist.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0004