Maier: Gas- und Stromlieferanten werden zu mehr Transparenz verpflichtet

SPÖ-ÖVP-Antrag einstimmig im Konsumentenausschuss beschlossen

Wien (SK) - "Nicht der Antrag des BZÖ wurde im heutigen Konsumentenausschuss beschlossen, sondern der SPÖ-ÖVP Antrag für mehr Transparenz bei Strom- und Gasrechnungen wurde heute einstimmig beschlossen", stellte SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst klar. Es gab die letzten Jahre zahlreiche Beschwerden über die Tarifgestaltung bei Strom- und Gasrechnungen, die Kritik reicht von unlesbaren, verwirrenden und schwer verständlichen bis zu kaum miteinander vergleichbaren Abrechnungen. "Nachdem die EVU's auf Entscheidungen des Verwaltungsgerichtshofes und der E-Control nicht reagiert haben, sollen sie jetzt durch gesetzliche Regelungen verpflichtet werden, die Energierechnungen für Haushalte transparent und vergleichbar zu gestalten", so Maier. ****

Maier erklärte, dass im Herbst 2008 Strom- und Gaskunden von Preiserhöhungen im Ausmaß von bis zu 20 Prozent überrascht wurden. Und obwohl die Einstandspreise in der Zwischenzeit wieder deutlich gesunken sind, wurde nur eine kleiner Teil der Erhöhungen für die Kunden zurückgenommen. Es wurde weiters festgestellt, dass obwohl sich Kunden durch einen Wechsel des Anbieters bis zu 200 Euro sparen konnten, nur wenige den Strom- oder Gaslieferanten wechselten. "Der Grund ist der mangelhaft entwickelte Wettbewerb auf diesen Märkten. Hier soll es jetzt zu einer Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen durch eine erhöhte Markttransparenz bei Anbieterwechsel kommen", so Maier.

Der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher fügte hinzu, dass es bis zur Nationalratssitzung, kommende Woche, Verhandlungen mit den Oppositionsparten geben soll, die zu einer Verfeinerung des Antrages führen solle. "Die Zielsetzungen des Antrages sollen im Wettbewerbsbeschleunigungsgesetz, das zur Zeit verhandelt wird und noch heuer dem Parlament zur Beschlussfassung vorgelegt wird, berücksichtigt werden. Damit wird eine weitere Vorgabe des Regierungsübereinkommens erfüllt", zeigte sich Maier erfreut. (Schluss) mw/mp

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