Leitl: Erfolgreiche Umsetzung des Lehrlingspakets der Sozialpartner

Wirtschaft begrüßt Ausbildungsgarantie ab November - Kaum außerordentliche Auflösung von Lehrverhältnissen

Wien (PWK525) - "Mit der Umsetzung der Ausbildungsgarantie für Lehrstellensuchende wird der dritte entscheidende Punkt des Lehrlingspaktes der Sozialpartner umgesetzt", zeigte sich heute, Donnerstag, der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl erfreut. Das von den Sozialpartnern geschnürte Maßnahmenpaket sieht neben einer umfassenden Ausbildungsgarantie und neu geregelten Lehrstellenförderungen auch die Möglichkeit einer außerordentlichen Lösung von Lehrverträgen vor. "Wir haben uns immer zu einer aktiven Arbeitsmarktpolitik bekannt und gerade auch im Ausbildungsbereich versucht, neue Wege zu gehen", so Leitl der darauf verwies, dass die Unternehmen noch immer auf der Suche nach Lehrlingen, also jungen Fachkräften, seien. So gab es mit Anfang des Monats noch immer um 840 offene Lehrstellen mehr als Lehrstellensuchende.

Dass die heimischen Betriebe ihre Verantwortung in der Lehrlingsausbildung wahrnehmen, zeigen auch die aktuellen Zahlen die außerordentliche Auflösung von Lehrverhältnissen betreffend: Seit 28.6.2008 können Lehrling oder Lehrherr ein "zerrüttetes" Lehrverhältnis einseitig beenden, wenn ein vorheriges Mediationsverfahren keine gemeinsame Lösung bringt. Nach der Beendigung kann der Lehrling seine Lehre in einer überbetrieblichen Ausbildungseinrichtung fortsetzen und abschließen. Daher handelt es sich nicht um eine Kündigung, sondern um einen so genannten Ausbildungsübertritt.

Im Jahr seit der Einführung wurden insgesamt 74 Verfahren abgeschlossen. In fünfzehn Fällen war tatsächlich eine außerordentliche Auflösung das Ergebnis. Das bedeutet, dass in einem Jahr lediglich ein Promille aller Lehrverhältnisse außerordentlich nach einem Mediationsverfahren durch den Lehrbetrieb aufgelöst worden sind. Sieben Lehrverhältnisse konnten nach der Mediation fortgesetzt werden. Vierzig Lehrverhältnisse wurden einvernehmlich oder durch den Lehrling gelöst, insgesamt zwölf Fälle wurden entweder zurückgezogen oder führten wegen Fristüberschreitung zu keinem Ergebnis.

Angesichts dieser Zahlen sei es ersichtlich, dass die Betriebe äußerst verantwortungsvoll handeln und keine Politik des hire und fire betreiben sondern sich aktiv um die Ausbildung der künftigen Fachkräfte bemühen. "Dass jeder Jugendliche auf Lehrstellensuche auch tatsächlich einen Ausbildungsplatz erhalten wird, ist gerade angesichts der Krise ein positives Signal", so Leitl abschließend. (us)

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