Johannes Hahn: "Fördern und fordern" zieht sich als roter Faden durch OECD-Bericht

Wissenschaftsminister sieht OECD-Bericht als gute Grundlage für faktenbasierte Diskussion im tertiären Bereich

Wien (OTS) - "Der OECD-Länderbericht bestätigt jene Schritte in Österreichs Hochschulpolitik, die durch das Universitätsgesetz 2002 gemacht und nun durch die bevorstehende UG-Novelle fortgesetzt wurden", so Wissenschaftsminister Johannes Hahn. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ministerin Claudia Schmied, den beiden Staatssekretären Reinhold Lopatka und Andreas Schieder sowie Vertretern der OECD dankte der Minister der OECD "für diese kritische und realistische Einschätzung des tertiären Sektors in Österreich, der unsere Anstrengungen würdigt und aufzeigt, wo wir weiter Potenzial ausschöpfen müssen. Der Bericht dient als gute Grundlage für eine faktenbasierte Diskussion im tertiären Bereich." Weiters hob der Minister hervor: "Fördern und fordern zieht sich als roter Faden durch den OECD-Bericht."

Erfreulich sei, dass die OECD in ihrem Bericht die Anstrengungen, die im Bereich der Studienförderung in den vergangenen Jahren gesetzt wurden, als treffsicher und sozial gerecht anerkennt. So sind die Mittel für die Studienförderung seit dem Jahr 2000 verdoppelt worden und betrugen im Vorjahr rund 200 Millionen Euro. Die Zahl der Bewilligungen ist in diesem Zeitraum um fast 50 Prozent gewachsen und gleichzeitig hat sich die durchschnittliche Fördersumme pro Studierenden um 20 Prozent auf über 4.500 Euro erhöht.

"Gemeinsam mit dem Finanzminister ist es mir gelungen, den Universitäten einen verlässlichen Finanzrahmen bis 2013 zu geben, der in Summe ein Plus an Mitteln von rund 1,2 Milliarden Euro beinhaltet." Auch für die Fachhochschulen sei im laufenden Budget ein zweistelliges Plus vorgesehen. Das heißt konkret: In den Jahren 2010 bis 2012 stehen den Universitäten in Summe über 8,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Dabei ersetzt der Bund auch die Ausfälle der Universitäten durch den weitgehenden Entfall der Studiengebühren. Ihr Anteil am Universitätsbudget beträgt pro Jahr immerhin sieben Prozent des Gesamtbetrags.

Hahn erinnerte daran, dass er sich in der Frage der frühkindlichen Förderung, der besonderen Förderung von Kindern mit Sprachproblemen und von zusätzlichen Formen der Sekundarstufe 2 immer für eine Weiterentwicklung auf der Höhe der Zeit ausgesprochen habe. "Ich bin froh, dass wir nun mit den Ländern ein verpflichtendes Kindergartenjahr vereinbart haben und dass mittlerweile allgemein anerkannt wird, dass Sprache der Schlüssel zu Integration und Bildung ist." Hahn erinnerte auch an den neu eingerichteten Lehrstuhl für Frühkindpädagogik an der Universität Graz.

"Die Empfehlungen der OECD für den tertiären Sektor haben eine faktenbasierte Diskussion verdient", so der Minister weiter. "Wenn man die Empfehlungen der OECD in einem Kapitel begrüßt, sollte man auch bereit sein, die Empfehlungen in einem anderen Kapitel zu diskutieren."

"Ich danke der OECD für diesen Bericht und hoffe, dass wir seine Schlussfolgerungen umfassend und möglichst frei von ideologischen Vorbehalten in Österreich diskutieren", schloss der Minister.

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