Kassen-Paket: BZÖ-Bucher: Fortführung der verpatzten Reformen der letzten Jahre

Bucher vom Hauptverbandschef Hans-Jörg Schelling enttäuscht

Wien (OTS) - Es scheine, als hätte der Hauptverband eine wirklich große Gesundheitsreform "erfolgreich" verhindert, meinte heute BZÖ-Chef Klubobmann Abg. Josef Bucher bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit BZÖ-Rechnungshofsprecher Abg. Gerald Grosz. "Ich glaube, dass die Vorschläge, die vom Hauptverbandschef Hans-Jörg Schelling gekommen sind, nur vorgeschützte Vorschläge sind, um eine wirkliche Reform zu verhindern", sagte Bucher weiter.

"Dass der Bund eine Milliarde Euro springen lassen müsste, würden die Wünsche des Hauptverbandes erfüllt, um ein Sanierungskonzept in Angriff zu nehmen, ist wirklich der blanke Hohn. Wie soll eine Sanierung gelingen, wenn man eine Milliarde Euro vom Steuerzahler dafür braucht. Das werden wir mit Sicherheit nicht unterstützen", so Bucher weiter.

Es sei auch unverständlich, dass man eine Kostenverlagerung der medizinischen Rehabilitation in die Pensionsversicherung (260 Mio. Euro) vorantreibt. Hier versuche man sich aus einer wirklichen Sanierung herauszuschwindeln, kritisierte Bucher.

"Wir haben in der Vergangenheit immer konsequent die vielen Privilegien, die überbordende Bürokratie und den hohen Verwaltungsaufwand aufgezeigt und kritisiert. Die Krankenkassen sind aber nicht in der Lage, vernünftige Vorschläge für eine Reform zu machen. Da hätte ich mir von Herrn Schelling mehr erwartet und bin daher von ihm zutiefst enttäuscht, weil er doch in der Privatwirtschaft eine gute Performance abgeliefert hat. Diese Reform ist aber lediglich eine Weiterführung aller verpatzten Reformen und Vorschläge der letzten Jahre", betonte Bucher.

"Bei einer gesamthaften Reform des Gesundheitssystems wäre es wichtig, auch die Länder einzubeziehen, denn die haben mit ihren Krankenanstalten das höchste Einsparungspotential. Solange man die Länder dabei ausspart, wird es keine sinnvolle Reform geben", schloss Bucher.

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