Hundstorfer: Die Ausbildungsgarantie für Jugendliche wird noch im heurigen Herbst umgesetzt sein

Maßnahmen der Regierung greifen - In den letzten 6 Monaten 320.000 Menschen in Beschäftigung gebracht

Wien (SK) - "Jeder Jugendliche, der eine Ausbildung will und braucht, muss auch eine finden. Noch im heurigen Herbst, spätestens im November, werden wir sagen können, dass wir die Ausbildungsgarantie umgesetzt haben und jeder Jugendliche wird eine Lehrstelle bekommen", betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer am Donnerstag Vormittag in seinen Begrüßungsworten zum 17. ÖGB-Bundeskongress. "Österreich ist das einzige Land Europas, in dem die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat gesunken ist und gemeinsam mit dem AMS haben wir in den letzten sechs Monaten 320.000 Menschen in Beschäftigung gebracht. Dies zeigt, dass die rasch umgesetzten Maßnahmen der Regierung greifen", so der Sozialminister. Man könne aber, so Hundstorfer, damit nicht sagen, dass "alles paletti ist" und man sich nun zurücklehnen kann, es müsse intensiv an weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Arbeitslosigkeit gearbeitet werden. ****

Der weltweite Anstieg der Arbeitslosigkeit aufgrund der aktuellen Weltwirtschafts- und Finanzkrise stelle, so Hundstorfer, die Wirtschaft, die Politik, die Gesellschaft und die Gewerkschaftsbewegung vor neue Herausforderungen. "Es geht vor allem darum, die Arbeitslosigkeit einzudämmen, den Arbeitsmarkt in Bewegung zu halten und so viele Menschen wie möglich in Beschäftigung zu halten und zu bringen", erklärte der Sozialminister. Österreich habe, so Hundstorfer, gemeinsam mit den Niederlanden im Vergleich zum Vorjahr den niedrigsten Anstieg der Arbeitslosenquote im europäischen Vergleich gehabt. Dies zeige, dass die zahlreichen, rasch umgesetzten Maßnahmen der Bundesregierung, wie die beiden Konjunkturpakete, die Maßnahmen für die Jugendbeschäftigung, die Arbeitsmarktpakete I und II und die Steuerreform greifen.

Der Sozialminister betonte weiter, dass die Regierung einen besonderen Schwerpunkt im Bereich der Jugend gesetzt hat. So hat die Maßnahme "Aktion Zukunft Jugend" alleine im Mai 18.600 Jugendliche in Beschäftigung gebracht. Hundstorfer führte weiter aus, dass Jugendliche ohne einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz schnell in der Perspektivenlosigkeit landen und dies dürfe nicht zugelassen werden. "Wir müssen diesen jungen Menschen eine Antwort geben und die muss lauten: Wir haben etwas für dich", unterstrich der Sozialminister die Wichtigkeit der Lehrlingsausbildung, in die die Bundesregierung alleine im heurigen Jahr 375 Millionen Euro investiert.

Weiterqualifizierung bei Arbeitslosigkeit

"40 Prozent aller Arbeitslosen verfügen nur über einen Pflichtschulabschluss. Daher müssen wir die jetzige Zeit nutzen, um die Menschen besser zu qualifizieren. Dies erhöht nicht nur ihre Chancen am Arbeitsmarkt, sondern stärkt auch ihr Selbstbewusstsein," so Hundstorfer, der weiter erklärte, dass noch im heurigen Jahr 300.000 Menschen über das AMS weiterqualifiziert werden. "Und sollte jemand mit seinen Schulungen unzufrieden sein, dann bitte ich euch, meldet euch, ruft an oder schreibt. Nur wenn wir Bescheid wissen, können wir die Leistungen des AMS optimieren", erklärte Hundstorfer.

Der Sozialminister nannte einige Inhalte des Arbeitmarkpaketes II, das nächste Woche im Nationalrat beschlossen wird. So werde eine Jugendstiftung eingerichtet, die Kurzarbeit verlängert, es habe Änderungen im Solidaritätsprämienprogramm gegeben und die Bemessungsgrundlagen beim Arbeitslosengeld seien verbessert worden. Hundstorfer betonte deutlich, dass die ASVG-Pensionserhöhung für 2010 abgesichert sei und man sich zur Thematik der Pensionen intensiv mit den Sozialpartnern beraten werde. "Es wird hier sicher keine Husch-Pfusch-Aktionen geben, das verspreche ich euch", unterstrich Hundstorfer.

Hundstorfer regte eine Diskussion zur Arbeitszeit an. Er wolle "zwar kein Reizthema hochziehen, man sollte aber schon bedenken, dass die Zahl der Überstunden, die pro Jahr gemacht werden, 180.000 Vollzeitarbeitsplätzen entspricht". Es werde sicher auch in Zukunft Überstunden geben, so der Sozialminister, jedoch handle es sich hier um einen Bereich, "wo man Solidarität leisten könnte". Der Sozialminister kritisierte das Vorgehen einiger großer Industrieunternehmen, die die Krise nutzen würden, um "Jobabbau zur Gewinnmaximierung" zu betreiben und ihre Produktion ins Ausland verlegen. "Diese soziale Schieflage müssen wir aufzeigen. Firmen müssen auch an die Menschen und nicht immer nur an Gewinnoptimierung denken", schloss Hundstorfer. (Schluss) gd/sv

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001